Forschungsprojekt erweitert Kulturgut-Recherche-Tool um KI-Funktion

    Drei als NS-Raubkunst identifizierte Bilder stehen bei deren Rückgabe auf einem Tisch, zwei Personen mit weißen Handschuhen stützen sie am Rahmen
    Wie viel NS-Raubkunst es noch gibt, ist nach wie vor schwer zu ermitteln © picture alliance / dpa / Christoph Soeder
    Ein Berliner Forschungsprojekt setzt Künstliche Intelligenz ein, um von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke leichter aufzuspüren. Laut Portal Artnews hat das Jewish Digital Cultural Recovery Project sein Recherchetool „Legacy Explorer“ um KI-Funktionen erweitert. Demnach werden so bislang fünf Archive mit Eigentumskarten, Fotografien und Dokumenten zu Kunstwerken und ihren früheren Besitzern durchsucht. Die KI scannt diese Unterlagen und verknüpft Informationen zum selben Kunstwerk oder Besitzer über verschiedene Archive hinweg. Bislang mussten Provenienzforscher die Datenbanken einzeln durchsuchen. Die Plattform soll auch Nachfahren von NS-Verfolgten helfen, den Weg geraubter Kulturgüter aus ihren Familien nachzuvollziehen.