Forschende vermuten Zusammenhang zwischen Streaming neuer Alben und Zahl der Verkehrstoten

    Taylor Swift steht auf einer Konzertbühne vor rosa Hintergrund und deutet mit dem Finger ins Off des Bildes.
    Mehrere Alben von Taylor Swift gehören zu den Neuerscheinungen, die in die Studie einflossen © picture alliance / Jens Niering
    In den USA kommen offenbar mehr Menschen im Straßenverkehr ums Leben, wenn neue Alben populärer Musikerinnen und Musiker erscheinen. Das zeigt eine Auswertung des nationalen Unfallregisters "Fatality Analysis Reporting System" durch Forschende von der "Harvard Medical School" in Boston. Demnach war die bereinigte Zahl der Verkehrstoten am Veröffentlichungs-Termin wichtiger Alben rund 15 Prozent höher als an den zehn Tagen davor und danach. Gleichzeitig wurden Streaming-Angebote um 43 Prozent mehr genutzt. Ein direkter kausaler Zusammenhang konnte aber nicht nachgewiesen werden, geben die Wissenschaftler in einem Fachjournalzu. Sie bezeichneten es dennoch als plausibel, dass das Streamen von Musikangeboten während der Fahrt im Auto ablenkt, etwa durch das Öffnen der App oder das Suchen der gewünschten Titel. Die Untersuchung fokussierte sich auf die zehn Alben aus den Jahren 2017 bis 2022, die innerhalb eines einzigen Tages am häufigsten gehört wurden. Dazu gehören mehrere Alben von Taylor Swift und Drake sowie von Bad Bunny und Kendrick Lamar.