Forschende haben in Ägypten zehntausende Notizzettel aus Ton entdeckt

Forschende haben in Ägypten mehr als 43.000 beschriftete Tonscherben entdeckt, von denen die ältesten aus dem dritten Jahrhundert vor Christus stammen. Die Fundstücke lagen in der oberägyptischen Ruinenstätte Athribis, wie die beteiligte Universität Tübingen mitteilte. Die Tonscherben, die sogenannten Ostraka, dienten in der Antike als günstiges Schreibmaterial. Mit der enormen Menge an Scherben übertrifft Athribis nun das bisher ergiebigste Areal im Tal der Könige. Die Texte entstanden den Angaben zufolge über einen Zeitraum von 1.400 Jahren: vom dritten Jahrhundert vor Christus bis zum elften Jahrhundert nach Christus. Auf den Scherben finden sich Steuerbelege, einfache Lieferlisten und Schulübungen. Auch mehr als 130 Horoskope sind darunter.