Forderung nach Leihgabe von Picassos "Guernica" löst in Spanien Kontroverse aus

Picassos Gemälde "Guernica" ist seit 1992 Publikumsmagnet im Reina Sofía-Museum in Madrid. Die Forderung aus dem Baskenland, das Werk vorübergehend an das Guggenheim Museum in Bilbao auszuleihen, hat nun in Spanien eine landesweite Kontroverse ausgelöst. Wie die Zeitung "El País" berichtet, machte Kulturminister Ernest Urtasun klar, dass Picassos "Guernica" nicht nach Bilbao reisen soll. Die Gutachten seien eindeutig und rieten von einem Transport ab, sagte er. Das Reina Sofía Museum hat "Guernica" unter Verweis auf die Risiken noch nie ausgeliehen. Der baskische Regierungschef Imanol Pradales hatte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez persönlich um die Leihgabe gebeten. Die Regierung des Baskenlandes will "Guernica" ab Oktober bis Juni 2027 im Guggenheim Museum Bilbao präsentieren. Denn: Im kommenden Jahr jährt sich die Bombardierung des baskischen Orts Guernica durch Luftstreitkräfte der deutschen Nationalsozialisten und italienischen Faschisten zum 90. Mal. Das Ereignis hatte Picasso zu dem Antikriegs-Gemälde inspiriert.