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Der Theaterpodcast | Beitrag vom 08.06.2019

Folge 15Neues aus der Wirklichkeit: Bürgerbühnen und Führungsfrauen

Susanne Burkhardt und Elena Philipp

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Drei Mädchen sitzten auf der Erde und lachen. (Staatsschauspiel Dresden / Klaus Gigga)
Acht Tage lang zeigte das Staatsschauspiel professionell gemachtes Theater mit Laien beim 4. europäischen Bürgerbühnenfestival. (Staatsschauspiel Dresden / Klaus Gigga)

„Hysterische Debatte“ oder „ganz normal“? Wie unterschiedlich die Frauenquote im Theater diskutiert wird und warum Bürgerbeteiligung dem Theater neue Zuschauer bringen kann.

Bewusstseinswandel erreicht den Theaterbetrieb

Mehr Frauen ans Theater? Erreicht scheint im letzten Jahr ein Bewusstseinswandel im Theaterbetrieb. Beim Theatertreffen wird es für zwei Jahre eine Quote geben. Mindestens die Hälfte der zehn als bemerkenswert ausgewählten Theaterarbeiten muss dann von Regisseurinnen stammen. Und in Dortmund tritt die heute 34-jährige Julia Wissert 2020 als jüngste Intendantin ihr Amt am Schauspiel an. Um den aktuellen Stand in puncto Geschlechtergerechtigkeit geht es in der Juni-Ausgabe von "Der Theaterpodcast".

Die Bürgerbühnen-Bewegung boomt

Außerdem sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp über Bürgerbühnen und partizipatives Theater. Eine ganze Menge davon sah Susanne Burkhardt beim 4. Europäischen Bürgerbühnenfestival in Dresden. Acht Tage lang zeigte das Staatsschauspiel professionell gemachtes Theater mit Laien.

Die Bürgerbühnen-Bewegung boomt: Theater öffnen sich diversen Erfahrungen, holen die Stadt auf die Bühne und ermächtigen die Spieler*innen. So weit die Idee. Wie sieht die Praxis aus? Welche Geschichten werden erzählt? Und inwieweit handelt es sich bei Stückentwicklungen mit Laien um Kunst oder Sozialarbeit? Darüber unterhalten sich Susanne Burkhardt und Elena Philipp in Folge 15 des "Theaterpodcast".

Neuer Kuchen für Theaterfrauen

Ein Stück vom Kuchen abgeben wollen Theatermacher*innen mit ihren partizipativen Projekten. Einen ganz neuen Kuchen fordern die Theaterfrauen, die sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit an den deutschsprachigen Bühnen einsetzen.

Wie schnell Wandel gelingen kann, wenn er gewollt ist, erwiesen bei der "Burning Issues"-Konferenz der Theatermacherinnen Beispiele aus Schweden: Ein wirksames Mentoring-Programm, verpflichtendes Reporting und Rollenvorbilder für karrierebestrebte Frauen führten dort zu einem weitgehend ausgewogenen Geschlechterverhältnis an den Bühnen.

In Deutschland hingegen sind Männer in Leitungspositionen an den großen Häusern nach wie vor in der Mehrzahl: Viele blaue Tortendiagramme gab es bei der Diskussion "Practice what you preach" des Theatertreffens zu begutachten/bestaunen. Die Regiequote beim Theatertreffen soll helfen, das zu ändern. Aber: Ist die Quote zielführend? fragte das Podcast-Duo zahlreiche Theaterschaffende.

Mehr zum "Theaterpodcast"

Einmal im Monat greift Der Theaterpodcast die wichtigen Debatten rund um das Theater und seine Macher und Macherinnen auf. Über die Kunst und den Betrieb, in dem immer noch zu wenig Frauen das Sagen haben, sprechen zwei Theaterredakteurinnen, Susanne Burkhardt vom Deutschlandfunk-Kultur-Theatermagazin Rang 1 und Elena Philipp vom Online-Portal nachtkritik.de.

Die Stimmen: Susanne Burkhardt studierte Kulturwissenschaft, Betriebswirtschaft und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin und in London (Middlesex University). Sie ist Diplom-Medienberaterin und begann ihre Radio-Karriere als Hörspielregieassistentin beim Sender Freies Berlin (später RBB). Nach einem Volontariat beim Deutschlandradio ist sie seit 2001 Redakteurin, Autorin und Moderatorin beim Deutschlandfunk Kultur ("Fazit", "Rang 1 – Das Theatermagazin").

Elena Philipp studierte in Freiburg Politik und Soziologie, entschied sich nach einer Regiehospitanz aber für ein Studium der Theater-, Film und Literaturwissenschaft in Berlin. Dort arbeitete sie für Tanzfestivals, gründete ein Literaturmagazin und ein Text-Ton-Festival mit und etablierte beim Literaturwettbewerb Open Mike das Livebloggen. Seit 2006 schreibt sie für Tageszeitungen und Fachmedien über Theater und Tanz. 2017 wurde sie Redakteurin beim Online-Theaterfeuilleton nachtkritik.de.

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