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Interview / Archiv | Beitrag vom 29.08.2015

FlüchtlingeHerausforderung für die muslimischen Gemeinden

Moderation: Sonja Gerth

Aiman Mazyek,Vorsitzender des Zentralrats der Muslime (dpa/picture-alliance/Britta Pedersen)
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime (dpa/picture-alliance/Britta Pedersen)

"Die Gemeinden sind sich noch nicht dessen bewusst, was da passiert": Die große Zahl an Flüchtlingen stellt auch die muslimischen Gemeinden vor schwierige Aufgaben, sagt der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek.

In den muslimischen Gemeinden in Deutschland herrscht nach Einschätzung des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, kaum Klarheit über die Herausforderungen durch die weiter steigenden Flüchtlingszahlen.

Voraussichtlich rund 600.000 Muslime seien unter den wohl mehr als 800.000 neuen Flüchtlingen in Deutschland in diesem Jahr. Diese Zahlen nenne er vor allem, um auch in den musilimischen Gemeinden ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie groß die Aufgaben seien, sagte Mazyek im Deutschlandradio Kultur. Für die Arbeit und Versorgung der Flüchtlinge dort sei allerdings auch klar, dass die aufnehmenden muslimischen Gemeinden nicht unterschieden: "Flüchtlinge, egal welcher Religion, sind natürlich bei uns willkommen." Dabei werde keine Überprüfung vorgenommen, welchen Glaubens die Flüchtlinge seien. "Wir sind dabei, das gerade zu koordinieren."

Die Herausforderung liege schon allein darin, dass die Einrichtungen vieler Gemeinden nicht für diese große Zahl von Menschen ausgelegt seien, sagte Mazyek. Um die Versorgung dort auch koordinieren zu können, bedarf es nun auch zusätzlicher Förderung, wie Mazyek erklärte. "Das sind Zahlen, die da auf uns zukommen: Ich glaube, die Gemeinden sind sich noch nicht dessen bewusst, was da passiert."

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