Florian Silbereisen wird 40

    "Ein Muster schwarz-grünen Entertainments"

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    Florian Silbereisen singt beim "Großen Schlagerfest XXL" in Halle (Westfalen) 2020
    Florian Silbereisen sei in seinen Shows "wahnsinnig inklusiv", meint Jan Feddersen. © picture alliance / Fotostand / Andre Havergo
    Jan Feddersen im Gespräch mit Nicole Dittmer · 04.08.2021
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    Florian Silbereisen wird 40 Jahre alt. Der TV-Moderator sei "gar kein Reaktionär", sondern ein Fortschritt im Vergleich zu früheren Volksmusikern, sagt Musikjournalist Jan Feddersen. Bildungsbürgerliche Verachtung sei nicht angebracht.
    Florian Silbereisen ist Musiker, Showmaster, Gastgeber diverser Samstagabend-Quotenhits und neuerdings Juror bei "Deutschland sucht den Superstar". Aber bei der Musik, die er macht oder präsentiert, scheiden sich die Geister: Für die einen ist er das absolute No-Go, für die anderen können seine Volksmusik- und Schlagersendungen gar nicht lange genug dauern.
    "Er ist mit Abstand der populärste Entertainer", sagt Jan Feddersen, Musikredakteur der "taz". "Er ist populärer als Thomas Gottschalk oder auch Stefan Raab je war. Ich finde, das hat auf jeden Fall Respekt verdient, was er in den letzten 20 Jahren so gemacht hat."

    Silbereisen ist "wahnsinnig inklusiv"

    Silbereisen sei "in einem atmosphärischen Sinne gar kein Reaktionär", wie es früher so viele aus der sogenannten Volksmusik gewesen seien. Jan Feddersen bezeichnet ihn sogar als "ein Muster eines schwarz-grünen Entertainmentmodells", er sei "wahnsinnig inklusiv" – das sei auch kulturell ein großer Fortschritt.
    Auffällig sei für ihn, dass Silbereisen ausgesprochen überzeugend sei – in Marktanalysen werde ihm eine große Natürlichkeit bescheinigt. Doch die bildungsbürgerlichen Schichten lebten nun einmal davon, den Schlager zu verachten, "obwohl sie dann heimlich doch mitwippen".
    (cre)
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