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Tonart | Beitrag vom 26.06.2014

Fleetwood Mac & Co.Musik fürs Sonnendeck

Bass player John McVie, singer Stevie Nicks and drummer Mick Fleetwood of British-American rock band Fleetwood Mac performs on stage at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland, 13 October 2013. (dpa / Peter Klaunzer)
Fleetwood Mac bei einem Auftritt am 13.10.2013 in Zürich (dpa / Peter Klaunzer)

Yachtpop nennt sich der elegant-geschliffene Westcoast Sound der späten 70er Jahre, der sich auf dem Album "Too Slow To Disco" wiederfindet. DJ Supermarkt aka Marcus Liesenfeld hat den Sampler zusammengestellt.

Bands wie Chicago, Fleetwood Mac, The Doobie Brothers oder die Jan Hammer Group suchten damals nach dem perfekten Song, und Andreas Müller hat sich DJ Supermarkt aka Marcus Liesenfeld ins Studio geladen, um gemeinsam mit ihm nachzuhören, wie diese Suche auch in der heutigen Musik von so unterschiedlichen Künstlern wie Devendra Banhart, aber auch Daft Punk oder Haim und Gonzales widerhallt.

(Deutschlandradio Kultur / Daniel Marschke)DJ Supermarkt aka Marcus Liesenfeld (Deutschlandradio Kultur / Daniel Marschke)Punk und Disco haben die Weiterentwicklung verhindert

"Man wird weggefegt, wenn man so einen Song hört", sagte Liesenfeld im Interview der Sendung "Tonart". Das Besondere an diesen Platten aus der Ära des Yacht-Rock sei ihr besonderer Sound: "Sie klingen komplett anders, als Musik heute aufgenommen wird. Weil die Studios so groß waren wie Turnhallen. Und die Etats, die damals ausgeben wurden, für Gastmusiker und Soulsängerinnen im Hintergrund – das kann man überhaupt nicht mit den heutigen Schlafzimmerproduktionen vergleichen."

Die Entwicklung dieser Musikrichtung sei allerdings durch die darauf folgenden Bewegungen, Punk und Disco, verhindert worden, meinte Liesenfeld. Die Idee dieser Musik sei dann noch mehr durch "Kuschel-Rock-Compilations" zerstört worden: "Ich glaube, dass die Industrie dafür gesorgt hat, dass diese Musik das Letzte war, was man überhaupt nur anfassen durfte."

Wenn man die Songs heute höre, könne man deren Qualität und die "wahnsinnigen Arrangements" sofort erkennen: "Selbst Bands mit fünf Musikern haben noch 50 Musiker ins Studio geholt, weil sie einen ganz bestimmten Schlagzeugsound haben wollten, einen ganz bestimmten Bass-Sound, einen ganz bestimmte Background-Sängerin. Da war dieser Wunsch, etwas ganz Großes zu machen", sagte Marcus Liesenfeld.

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