Filmförderungsanstalt will NS-Bezüge untersuchen lassen

    Großaufnahme einer Filmkamera, die ein im Unschärfebereich liegendes Set fotografiert
    Klappe - und Action bitte: Aufnahmen für einen Film. © Unsplash/Sam McGhee
    Die deutsche Filmförderungsanstalt "FFA" will Klarheit über die NS-Beteiligung ehemaliger Vorstände und Gremienmitglieder schaffen. Das schulde man der Öffentlichkeit und sich selbst, sagte Vorstand Peter Dinges der Deutschen Presse-Agentur. Er kündigte eine Studie an, mit der das Institut für Zeitgeschichte beauftragt werde. Zuvor hatte die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft "Spio" bereits eine Studie erstellen lassen, um mögliche Verstrickungen von früherem Führungspersonal und Preisträgern aufzuklären. In der Konsequenz wurden 14 Filmgrößen ihre Ehrenmedaillen entzogen, darunter der Filmemacherin Leni Riefenstahl, die Propaganda für die Nazis gemacht hatte, dem Schauspieler Heinz Rühmann, dem ehemaligen Berlinale-Leiter Alfred Bauer und der Filmdiva Olga Tschechowa.