Venedig

    Filmfestival mit Ehrung von Werner Herzog gestartet

    Zu sehen sind Francis Ford Coppola und Werner Herzog auf dem Roten Teppich der der Filmfestspiele von Venedig. Sie halten sich an den Händen.
    Francis Ford Coppola (l) und Werner Herzog kommen zur Eröffnungszeremonie der 82. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig. © Mickael Chavet / ZUMA Press Wire / d / Mickael Chavet
    Bei der Eröffnung des Filmfestivals in Venedig ist der deutsche Regisseur Werner Herzog mit einem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk geehrt worden. Er nahm die Auszeichnung von seinem US-Kollegen Francis Ford Coppola entgegen. Dieser nannte Herzog in seiner Laudatio einen großartigen Filmemacher. Herzog bedankte sich für den Preis, von dem er "nicht erwartet" habe, ihn zu erhalten. Er habe immer versucht, "ein guter Soldat des Kinos" zu sein. "Das war schlussendlich, was mich hierher gebracht hat", sagte er auf Englisch. Beim Filmfestival selbst zeigt Herzog in diesem Jahr seinen experimentellen Dokumentarfilm "Ghost Elephants" über eine Herde mystischer Elefanten im Dschungel von Angola. Herzog gehört seit Jahrzehnten zu den international bekanntesten deutschen Regisseuren. Zu seinen stilprägenden Filmen gehören unter anderem "Aguirre, der Zorn Gottes" (1972), "Nosferatu - Phantom der Nacht" (1979) oder "Fitzcarraldo" (1982). Daneben drehte der in München geborene Filmemacher international vielbeachtete Dokumentarfilme wie "Grizzly Man" (2005) oder "Encounters at the End of the World"(2007), der für einen Oscar nominiert wurde. Als legendär gilt Herzogs Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Klaus Kinski, der in fünf seiner Filme auftrat. Der produktiven wie konfliktgeladenen Partnerschaft widmete Herzog 1999 das Filmporträt "Mein liebster Feind". Neben seiner Arbeit als Regisseur machte sich der 82-Jährige auch als Produzent, Schauspieler und Autor einen Namen. Während seiner Karriere, in der insgesamt mehr als 70 Filme entstanden, erhielt der in Los Angeles lebende Herzog zahlreiche internationale Auszeichnungen.