Feministische Zeitschrift "Emma" hört nach knapp fünfzig Jahren auf

Das Magazin "Emma“ wird nach knapp fünfzig Jahren eingestellt. Die feministische Zeitschrift wird am 8. Dezember zum letzten Mal erscheinen, das teilte die Emma Frauenverlags GmbH am Mittwoch in Köln mit. Als Forum im Internet für feministische Information und Kommunikation soll "Emma“ fortbestehen. Die Macherinnen schreiben in der nächsten Ausgabe, der vorletzten: "Wir müssen nicht aufhören, zumindest nicht aus ökonomischen Gründen. Wir, die Emma-Macherinnen, sind ganz einfach erschöpft.“ Gegründet wurde das Magazin Anfang 1977 von Alice Schwarzer. Die heute 83-Jährige erklärte, "Emma“ habe Deutschland "ein Stück weit verändert". Das Magazin berichtete im Laufe der Jahrzehnte über Themen wie Gewalt gegen Frauen, sexuelle Selbstbestimmung und die Gleichberechtigung von Frauen in Politik und Gesellschaft. Die insgesamt 398 "Emma"-Ausgaben sollen in den Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach aufgenommen werden.