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Fazit | Beitrag vom 06.11.2018

Feine Sahne Fischfilet in Dessau"Brauhaus war besserer Ort als Bauhaus"

Christoph Richter im Gespräch mit Marietta Schwarz

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Feine Sahne Fischfilet bei ihrem Konzert in einer alten Brauerei in Dessau. (Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)
Botschaft des Abends: Ihr seid nicht allein, wenn ihr euch gegen Neonazis engagiert. (Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

Nun hat es also doch noch stattgefunden: Das Konzert der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet in Dessau. Statt im Bauhaus nun also im Brauhaus. Unser Korrespondent Christoph Richter berichtet von friedlicher Stimmung und politischen Botschaften.

Rasend schnell waren die Karten für das Dessauer Konzert der Punkband Feine Sahne Fischfilet verkauft. Dieses fand nun im einem alten Brauereigebäude statt, nachdem die Stiftung Bauhaus Dessau das ursprünglich in der Reihe "zdf@bauhaus" geplante Konzert abgelehnt hatte. Zuvor hatten rechte Gruppierungen im Internet zum Protest gegen den Auftritt aufgerufen. 

Stagediving und politische Erklärungen

Unser Landeskorrespondent Christoph Richter war beim Konzert und berichtet im Deutschlandfunk Kultur, dass das Brauhaus definitiv der "viel bessere Ort war als das Bauhaus" für dieses "Rock-'n'-Roll-Konzert, wie man es sich bestens vorstellen kann", gewesen sei. Es habe sich um ein "Heimspiel" der Band gehandelt – inklusive Stagediving.

Zwischendurch habe es Erklärungen von "Monchi", dem Sänger der Band, gegeben mit der Botschaft: Wir wollen euch einen geilen Abend bereiten und den Menschen zeigen, dass sie nicht alleine sind, wenn sie sich gegen Neonazis engagieren. Die Stimmung in der Halle sei sehr friedlich gewesen, berichtet Richter.

Entscheidung über inhaltliche Zukunft des Bauhaus

Am Mittwoch tagt nun der Bauhaus-Stiftungsrat. Richter vermutet, dass es dabei um die inhaltliche Zukunft des Bauhaus Dessau gehen werde, ob es also eine "Museumshülle, eine Art schützende Tapete" sein oder vielleicht eher "eine virulente Institution, die sich einmischt", werden soll, also eher so wie unter dem früheren Bauhausdirektor Philipp Oswalt, dessen Credo in Anlehnung an Gropius "Jetzt wird gedessauert!" gewesen sei. 

"Claudia Perren hingegen ist vorsichtig, übervorsichtig", erklärt Richter.

Außerdem werde es auf der Sitzung auch darum gehen, welche Rolle der CDU-Kulturminister Rainer Robra bei der Konzertabsage gespielt hat.

"Hat er ihr eingeflüstert, das Konzert abzusagen?" Es werde jedenfalls keine normale Stiftungsratssitzung werden, eher eine "Krisenratssitzung", mutmaßt Richter.

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