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Nachspiel | Beitrag vom 19.09.2021

FC Bundestag "Wir wollen doch alle eher in die Mitte"

Fritz Güntzler im Gespräch mit Christian von Stülpnagel

Die Mannschaft des FC Bundestag geht aufs Feld.  (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
Die Mannschaft des FC Bundestags hofft nach der Parlamentswahl auf hochkarätige Neuzugänge. (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)

Abgeordnete aller Parteien kicken zusammen im FC Bundestag, der Fußballmannschaft des Parlaments. Auf dem Platz seien alle gleich, sagt der CDU-Politiker und Kapitän Fritz Güntzler. Die Bundestagswahl dürfte das Team allerdings verändern.

Sportlich ist die russische Duma besser als der Deutsche Bundestag – zumindest, wenn es um Fußball geht: "Wir waren froh, dass wir noch ein paar Tore schießen durften", erinnert sich Fritz Güntzler an das letzte Aufeinandertreffen der Fußballmannschaften beider Parlamente. Güntzler ist CDU-Politiker und Kapitän des FC Bundestags, einer Mannschaft aus deutschen Abgeordneten, die einfach Spaß am Kicken haben.

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Es geht aber nicht nur um den Spaß: "Wenn man gemeinsam Sport treibt, dann will man auch gewinnen."

Auch gegen die Abgeordneten der russischen Duma kam es für Güntzler nicht in Frage, ein paar Tore extra reinzulassen, um das Verhältnis zwischen den Staaten zu verbessern: "In der Lage waren wir gar nicht. Schon zur Pause stand es 0 zu 3."

Austausch auf mehreren Ebenen 

Trotzdem sind die Spiele des FC Bundestags auch immer eine Möglichkeit des politischen und kulturellen Austausches, sagt Güntzler: "In Moskau haben wir vor dem Spiel über das Verhältnis der beiden Staaten gesprochen. Nach dem Spiel wurde eher das Spiel analysiert."

In einigen Monaten dürfte aber eine Revanche anstehen. An diesem Wochenende wird die russische Duma neu gewählt, in einer Woche das deutsche Parlament. Vielleicht bekommt dadurch auch der FC Bundestag ein paar hochkarätige Neuzugänge.

Frauen erwünscht 

Gut stehen würden dem Team auch ein paar Frauen. Denn bisher ist es eine Männerrunde, die sich auf dem Platz trifft.

"Das liegt aber nicht an uns, wir werben dringend darum, dass es weibliche Mitglieder gibt", sagt Güntzler: "Dorothee Bär wollte mal bei uns mitmachen, weil sie in den USA Soccer gespielt hat. Aber das hat dann zeitlich leider nicht funktioniert."

Neuwahl könnte Lücken in der Abwehr schaffen

Einen Qualitätsverlust durch die Bundestagswahl muss Kapitän Güntzler nicht befürchten: "Auch ehemalige Mitglieder des Bundestags dürfen weiter für die Mannschaft spielen und ich hoffe, dass uns der ein oder andere erhalten bleibt. Aber es könnte sein, dass wir in der Abwehr einige Lücken haben."

Angst, dass es in Zukunft starke Rechts- oder Linksaußen gibt, hat Güntzler nicht: "Wir orientieren uns  doch alle in Richtung Mitte. Wir werden eher ein Team aus Joshua Kimmichs."

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