Fast 160 Kulturschaffende solidarisieren sich in offenem Brief mit Schriftstellerin Sally Rooney

    Porträt von Sally Rooney.
    Die Schriftstellerin Sally Rooney. © AFP / Getty Images North America / Erik Voake
    In einem offenen Brief setzen sich fast 160 Persönlichkeiten aus der europäischen Kulturwelt für die irische Bestseller-Autorin Sally Rooney ein. Darüber berichtet die Zeitung "Le Figaro". Der Grund für die Solidaritätsaktion: Der Vertrieb von Rooneys Büchern im Vereinigten Königreich war ausgesetzt worden, weil die Autorin die als "terroristisch“ eingestufte Gruppe "Palestine Action" finanziell unterstützt. "Sally Rooney ist eine Schriftstellerin, keine Terroristin", schreiben die Unterzeichner des Briefs, darunter Literaturnobelpreisträgerin Anne Carson. Rooney hatte angekündigt, einen Teil ihrer Tantiemen an die pro-palästinensische "Palestine Action" zu spenden. Weil im Vereinigten Königreich jegliche Unterstützung der Gruppe verboten ist, zahlt Rooneys Verlag Einnahmen nicht mehr an die Schriftstellerin aus und bietet deren Bücher nicht mehr an. Unterzeichnet haben den Solidaritätsbrief etwa auch die Autoren Annie Ernaux, Julian Barnes, Arundhati Roy und Colm Tóibín. Sie prangern eine Maßnahme an, die "auf einer schlecht konzipierten und drakonischen Anti-Terror-Gesetzgebung beruht“ und ihrer Meinung nach "einen Verstoß gegen die Grundprinzipien der Meinungsfreiheit" darstellt, die im Vereinigten Königreich so lange als selbstverständlich gegolten hätten.