Farb-Psychologe Braem: Trendfarbe orange wird von Parteien zu oft genutzt
Der Farb-Psychologe und Werbeberater an der Fachhochschule Wiesbaden, Professor Harald Braem, hat die Parteien vor einer inflationären Nutzung der Farbe orange im Wahlkampf gewarnt.
Sie ist zwar die beliebteste Farbe, sagte Braem im Deutschlandradio Kultur. Nicht nur Angela Merkel beweise dies mit ihrem orangenen Kostüm. Auch Guido Westerwelle trage eine orangene Krawatte und sogar Oskar Lafontaine setze bei WASG auf orange. Das sei nicht verwunderlich, denn orange sei eine sympathisch Farbe, die Aufbruch und Neuanfang signalisiere. Allerdings verführe die Beliebtheit dieser Farbe dazu, dass auch Wirtschaftsunternehmen für ihre Produkte mit dieser Farbe werben. Braem weiter: "Das ist schon dumm. Wenn Sie mal überlegen, dass Forsa gerade gesagt hat, dass 84 Prozent aller Wähler nicht glauben, dass die Parteien ihre Wahlversprechen halten. Wenn es eine Inflation gibt - wenn es alle machen -, ist ja kein Unterscheidungsmerkmal mehr da und das wird auch die Leute etwas irritieren."
Der Farb-Psychologe und Werbeberater riet der SPD, ihr farbliches Erscheinungsbild zu überdenken. Das neu, ins Bräunliche gehende Rot habe die meiste Überarbeitung nötig. Braem wörtlich: "Da fehlt das Dynamische. Je dunkler die Farbe wird, desto ruhiger, desto älter - das zieht nicht mit."
Der Farb-Psychologe und Werbeberater riet der SPD, ihr farbliches Erscheinungsbild zu überdenken. Das neu, ins Bräunliche gehende Rot habe die meiste Überarbeitung nötig. Braem wörtlich: "Da fehlt das Dynamische. Je dunkler die Farbe wird, desto ruhiger, desto älter - das zieht nicht mit."