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Interview / Archiv | Beitrag vom 22.12.2017

Familie Patchwork zu Weihnachten - ein Minenfeld?

Susanne Petermann im Gespräch mit Axel Rahmlow und Vladimir Balzer

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Gesehen am Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Berliner Glinkastraße: Figuren von einem Vater mit Kind und einer Familie mit Kindern (picture alliance / ZB)
"Eine Mammutaufgabe" sei die Patchwork-Familie vor allem für die Frauen, sagt Susanne Petermann. (picture alliance / ZB)

Neuer Partner, neue Kinder, doppelte Großeltern, Kampf um die Enkel und viele mögliche Streitpunkte, die geklärt werden müssen. Wer reist zu wem? Und wer ist wo mit wem am Heiligen Abend? Wie Patchwork zu Weihnachten gelingen kann, erklärt Susanne Petermann vom Stiefmutter-Blog.

Patchwork-Familien sind so unterschiedlich wie alle anderen Familien auch. Aber in letzteren muss man sich zu Weihnachten nicht mit dem oder der Ex seiner Partnerin oder seines Partners herumschlagen. Susanne Petermann lebt selbst in einer Patchwork-Familie und ist Betreiberin von stiefmutterblog.com. Sie ist gerade in Florida, weil dort alle Familienmitglieder gut zusammenkommen können, erklärt sie. Konfliktreich werde es in Patchwork-Familien zu Weihnachten immer dann:

"... wenn der Vater böse ist, weil die Kinder nicht kommen dürfen, oder weil der Vater auf 800 Kilometer auf der Autobahn im Blitzeis steckt, weil er das Kind abholen will und es gar kein Weihnachten gibt."

Forderungen zurückstellen

Zu 95 Prozent bleibe die Organisation von Patchwork-Familien an den Frauen hängen. Das sei "eine Mammutaufgabe", sagt Susanne Petermann. Sie rät vor allem dazu, zu verhandeln, Forderungen loszulassen und gut mit allen Beteiligten zu kommunizieren:

"Was oft gemacht wird: Es wird dann so an der Tür mit der Ex-Frau etwas besprochen wegen des Kindes. Darüber wird die jetzige Partnerin aber nicht informiert. Sie hat wiederum auch ihre Pläne gemacht und auf einmal herrscht heilloses Chaos. Man muss deutlich mehr kommunizieren in einer Patchwork-Familie."

(cosa)

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