Falladas Kugel als Ausstellungsstück

Grab des deutschen Schriftstellers Hans Fallada © picture alliance / dpa
Von Matthias Biskupek · 17.10.2011
Am 18. Oktober vor 100 Jahren titelten Zeitungen: "Gymnasiasten-Tragödie! Tödliches Selbstmord-Duell am Uhufelsen" Am Vortag hatte der Gymnasiast Rudolf Ditzen in der Provinzresidenz Rudolstadt seinen Schulkollegen Hanns Dietrich von Necker bei einem Duell getötet und sich schwer verletzt. Diese einschneidende Episode im Leben des Rudolf Ditzen, des späteren Schriftstellers Hans Fallada, hatte ein Nachleben.
Die Prozessakten samt jener Kugel, die aus Falladas Körper herausoperiert wurde, lagerten Jahrzehnte im Rudolstädter Staatsarchiv. Jetzt gelangte das Material als Leihgabe ins Fallada-Museum Carwitz, man kann die Kugel dort in einer Glasvitrine bewundern. Matthias Biskupek verfolgte die Spur der Kugel von Thüringen nach Mecklenburg, und sprach mit Archivaren und Museumsleuten über die Bedeutung von literarischen Reliquien angesichts von Jubiläen.

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