Facelift für Michelangelos "Jüngstes Gericht"

    Das Jüngste Gericht, Detail des Deckengemäldes von Michelangelo, am 28. Juni 2021 in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan.
    Jesus steht mit der Sonne im Zentrum des "Jüngsten Gerichts" © picture alliance / KNA / Cristian Gennari
    Wer aktuell vorhat nach Rom zu reisen und die Sixtinische Kapelle zu besuchen könnte enttäuscht werden. Michelangelo's Fresco "Das jüngste Gericht" ist von einer Plane verhangen. Dahinter arbeiten Restauratoren auf Gerüsten daran, das Renaissance-Meisterwerk von einer weißlichen Salzschicht zu befreien. Sie ist entstanden durch die vielen schwitzende Besucherinnen und Besucher entstanden. Beim Schwitzen wird Milchsäure abgesondert und die reagiert mit den Farben. Die Ablagerungen bedecken das gesamte Fresko und dämpfen die Farben. Spätestens Ostern soll es aber wieder leuchten, dann sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das "Jüngste Gericht" mit 391 nackten oder halbnackten Figuren auf 180 Quadratmetern soll Papst Paul III. so beieindrucht haben, das er auf die Knie fiel und um göttliche Vergebung flehte.