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Fazit / Archiv | Beitrag vom 24.04.2017

Facebook-StrategieWarum die Verlage keine Instant Articles mehr wollen

Von Philipp Banse

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Der Gebäude der "New York Times" in Manhattan - mit gelben Taxen im Vordergrund. (imago / Rüdiger Wölk)
Der Redaktionssitz der "New York Times" in Manhattan (imago / Rüdiger Wölk)

Seit einigen Jahren können Facebook-Nutzer auf Artikel großer Medienhäuser klicken und erhalten sofort den verlinkten Artikel, ohne dass sie Facebook verlassen müssen. Instant Article nennt sich diese Technik. Doch das ist nicht im Sinne der Verlage.

Wenn Facebook-Nutzer in den letzten Jahren auf den Link zu einem Artikel des Guardian, der New York Times oder der ZEIT geklickt haben, passierte etwas Unerwartetes: Der Artikel war sofort da. Instant Articles nennt Facebook diese Technik, mit der Webseiten von Medien-Angeboten extrem schnell geladen und in schickem Layout angezeigt werden.

Das klingt wie eine technische Nebensächlichkeit, ist aber eine potentiell Millionen schwere Erfindung. Denn Leser von Instant Articles verlassen die Facebook-App nicht; Verlage wollen bei Facebook aber neue Leser erreichen und trotzdem mit Werbung Geld verdienen.

Das ist offenbar sehr schwer: Die New York Times, Forbes, Quartz und jetzt der Guardian - sie alle wollen keine Instant Articles mehr veröffentlichen. Andere Verlage machen hingegen gute Erfahrungen und auch Google Konkurrenz-Technik boomt. Was bedeutet das für Facebook und unseren Medien-Konsum?

Darüber sprechen wir mit dem Medien-Journalisten Philipp Banse.

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Dr. Seuss' englischsprachige Kinderbücher auf einem Ständer in einem Buchladen. Einige der beliebten Kinderbücher sollen nicht mehr verlegt werden, da sie Menschen in verletzender und falscher Weise darstellen, sagte der Konzern, der das Erbe des Authors verwaltet.  (imago images/UPI Photo/John Angelillo)

In der Diskussion um die Bücher von Dr. Seuss verweist die "FAZ" darauf, dass der Autor "grassierende Rassenideologie" bekämpft und dabei "zeittypische Klischees" verwendet habe. Man solle daher sein Werk lieber erklären, als verschwinden lassen.Mehr

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