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Interview / Archiv | Beitrag vom 18.06.2014

ExtremismusRechte Gewaltbreitschaft nimmt zu

Asyldebatte sei ein Grund für diesen Anstieg, meint der Experte Daniel Köhler

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Polizei begleitet einen Neonazi-Aufmarsch in Dresden am 7. Juni 2014.  (picture alliance / dpa / Foto: Senkar Tomas)
Polizei begleitet einen Neonazi-Aufmarsch in Dresden am 7. Juni 2014. (picture alliance / dpa / Foto: Senkar Tomas)

So verübten laut Verfassungsschutzbericht 2013 im vergangenen Jahr Rechtsextremisten 20 Prozent mehr fremdenfeindliche Gewalttaten als im Jahr zuvor. Der Extremismus-Experte Daniel Köhler macht auch das Erstarken rechtspopulistischer Parteien mit dafür verantwortlich.

Diese Entwicklung könne im rechtsextremen Spektrum als Bestätigung gesehen werden, erläuterte Daniel Köhler vom Zentrum für Demokratische Kultur.

Einzelne Personen könnten dadurch das Gefühl bekommen, "jetzt ist die Zeit, in der wir in unserer Aktion, auch in der Gewalt“, Akzeptanz in der Bevölkerung finden können, sagte Köhler im Deutschlandradio Kultur mit Blick auf den jüngsten Verfassungsschutzbericht.

Dem Experten zufolge wirkten auch die Informationen über die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund“ mobilisierend: Der NSU könne innerhalb der Szene als "Beweis“ dafür gelten, "dass man über lange Jahre erfolgreich aktiv kämpferisch agieren kann, ohne entdeckt zu werden“.

Mehr zum Thema:

Starker Anstieg extremistischer Gewalttaten (Deutschlandfunk, Aktuell, 18.06.2014)

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