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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 25.10.2015

EWE BasketsOldenburger Erfolgsgeschichte

Von Heinz Schindler

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Chris Kramer von den EWE Baskets im Zweikampf mit Clifford Hammonds von Alba Berlin (dpa / picture alliance / Oliver Mehlis)
Chris Kramer von den EWE Baskets im Zweikampf mit Clifford Hammonds von Alba Berlin (dpa / picture alliance / Oliver Mehlis)

Sie waren schon Deutscher Meister im Basketball und sind amtierender Pokalsieger: Die EWE Baskets aus Oldenburg können mit den ganz großen Vereinen mithalten. Was sind die Gründe für den Erfolg?

Die stickige Schulsporthalle am Haarenufer hat Bernd Materne noch vor seinem geistigen Auge. Denn er war schon dabei, als das Abenteuer Basketball-Bundesliga für Oldenburg vor 15 Jahren begann.

"Da gab es ja den Zwischenschritt mit der kleinen EWE-Arena und vor der Halle hatten wir zwischendurch zu spielen in der Messehalle, um die 3000 Plätze zu beliefern und dann ging es zurück auf die 3148. Und alles, was dann dazu kam, wurde per Manpower erledigt, durch zusätzliche Kräfte, durch Umstrukturierungen, durch Neuorganisation, durch eigene Presseabteilung und dergleichen mehr. Also es lief alles nach Plan."

Und der sah stetiges Wachstum vor, ohne die Ursprünge zu negieren. Aus drei Leuten, die den Verein organisierten, wurde eine Geschäftsstelle mit 15 Beschäftigten. Die Körbe hängen längst in der 6000 Zuschauer fassenden EWE-Arena, 2009 waren die Baskets Deutscher Meister und sind amtierender Pokalsieger.

Was man heute erntet, wurde vor zwanzig Jahren mit der Fusion des Oldenburger Turnerbunds und des TSG Westerstede gesät. Dabei, das betont Geschäftsführer Hermann Schüller, musste stets der sportliche Erfolg als Vorleistung gegenüber der Wirtschaft stehen. Zugleich galt es, die Leidenschaft des ursprünglichen Publikums um die wirtschaftlich potenten VIPs zu erweitern.

Aus Sponsoren wurden Fans

"Und dann kommt natürlich neben den Menschen, die das alles mit geleistet haben, hinzu, dass wir auch Sponsoren wie die EWE und einige andere Großsponsoren, große Unternehmen aus dieser Region gefunden haben, die das anerkennen, was wir leisten. Von daher ist dann ein Wachstum mehr oder weniger vorprogrammiert, das sehr stark auf Vertrauen aufbaut. Aber auch auf Leistungen, die einem Sponsor gegenüber geleistet werden müssen und die er anerkennt. Also Vertrauen, denke ich, spielt eine ganz wesentliche Rolle.”

In der 160.000-Einwohner-Stadt, die auch Frauenhandball und Fußball mit dem viertklassigen VfB beheimatet, ist es den Baskets gelungen, Sponsoren zu Fans zu machen. Vom Mittelständler bis hin zum wichtigsten, dem Energieversorger EWE.

Auch die Baskets werden erkennbar unternehmerisch geführt. Transparent sind ihre Strategien, etwa die Förderung des Jugendbereiches. Der ist heute eine gute Adresse, erzählt Headcoach Mladen Drijenic.

"Ich denke, wir sind schon eines der Top- Jugendprogramme in Deutschland. Das sieht man auch an den Auszeichnungen, die wir von der BBL bekommen. Wir können sogar mit ALBA Berlin und Bamberg konkurrieren. Die letzte Playoffrunde gegen ALBA Berlin in der NBBL hat bewiesen, dass wir gut genug sind, sportlich mit denen mitzuhalten."

Mithalten zu können mit den großen B im Basketball - Berlin, Bamberg, Bayern, Bonn - das ist in Oldenburg das Ergebnis von Geduld, Seriosität und Visionen, die sich als auch erreichbar erwiesen haben.

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