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Die Reportage | Beitrag vom 11.10.2020

Euthanasie-OpferBesuch in der NS-Tötungsanstalt

Von Ulrike Hagen

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Blick auf das Schloss Hartheim umgeben von abstrakten Skulpturen aus Metall (Imago / Volker Preufler)
Schloss Hartheim: Hier wurden ab 1940 bis 1944 Menschen mit Behinderung getötet. (Imago / Volker Preufler)

Auf Schloss Hartheim bei Linz haben Nationalsozialisten mehr als 30.000 psychisch Kranke, behinderte Frauen, Männer und Kinder getötet. Angehörige der Opfer sind an den Ort der systematischen Vernichtung gereist, um an ihr Schicksal zu erinnern.

Im Münchner NS-Dokumentationszentrum kommt seit einigen Jahren eine Gruppe von Menschen zusammen, die sich gemeinsam an Angehörige erinnert, die im Nationalsozialismus der sogenannten "Euthanasie" zum Opfer fielen. Sie setzen sich politisch dafür ein, dass die Schicksale der Ermordeten in der Psychiatrie und anderen Heilanstalten nicht vergessen werden dürfen.

Diese Gruppe hat im Juni 2019 eine gemeinsame Gedenkreise nach Schloss Hartheim unternommen. An den Ort, an dem die Nationalsozialisten in einer Art Pionierprojekt mehr als 30.000 psychisch kranke oder behinderte Frauen, Männer und Kinder ermordet haben.

Ulrike Hagen ist mitgefahren und liefert mit ihrer Reportage ein Stück lebendige Erinnerungskultur. 

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