Europol: Kunstdiebe begehen zunehmend gewalttätige Raubüberfälle

    Blick auf das Gebäude der EU-Polizeibehörde Europol in Den Haag.
    Europol: Kunstdiebe begehen zunehmend gewalttätige Raubüberfälle. © Jerry Lampen/anp/dpa
    Kunstdiebe in Europa begehen zunehmend gewalttätige Raubüberfälle, darauf hat Europol in einem Bericht hingewiesen. Laut der europäischen Polizeibehörde werden spezialisierte Banden dabei zunehmend durch Gruppen von Gelegenheitsdieben ersetzt, die über soziale Medien rekrutiert werden. Den Raubüberfall im Pariser Louvre im vergangenen Oktober bezeichnete Europol als "Paradebeispiel für diese Veränderungen". Die Diebe hätten Wachpersonal und Besucher bedroht und Schmuck im Wert von 88 Millionen Euro gestohlen. Laut Europol haben Kunstdiebe ihr Augenmerk vor allem auf Edelmetalle und Schmuck verlagert. Als Grund nannte die Behörde, dass der Goldpreis in den vergangenen zwei Jahren um 85 Prozent gestiegen ist. Edelmetalle ließen sich leicht einschmelzen und Edelsteine in Schmuckstücken ließen sich leicht entfernen und weiterverkaufen, heißt es in dem Europol-Bericht.