EU verhängt im Datenschutzstreit Rekordstrafe gegen Meta

    Meta-Chef und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und das Meta-Logo sind auf dem Bildschirm eines aufgeklappten Notebooks zu sehen
    Meta-Chef und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg © picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Eric Risberg
    Die EU greift im Datenschutzstreit mit dem Facebook-Mutterkonzern Meta durch. Die für das Unternehmen zuständige irische Datenschutzkommission DPC verhängte eine Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro wegen des Umgangs mit Nutzerdaten. Damit wird die bisherige Höchststrafe von 746 Millionen Euro gegen Amazon aus dem Jahr 2021 noch einmal deutlich übertroffen. Die DPC gab Meta fünf Monate Zeit, um Datentransfers in die USA zu unterbinden. Meta kündigte an, in Berufung zu gehen. Es handele sich um eine "ungerechtfertigte und unnötige Strafe", teilte der US-Konzern mit. Meta werde juristisch gegen die Anordnung kämpfen. Hintergrund ist der seit Jahren laufende Streit über die Übertragung von Daten von Facebook-Nutzern aus der EU auf US-Server. Dabei geht es um Befürchtungen, dass US-Geheimdienste auf die Informationen europäischer Nutzer zugreifen könnten.