EU-Initiative gegen illegalen Kunsthandel

Die EU-Kommission will stärker gegen illegalen Kunsthandel vorgehen. Kulturgüter seien ein lukratives Geschäft für die organisierte Kriminalität, aber auch für Konfliktparteien und Terroristen, hieß es in Brüssel. Den Angaben zufolge verzeichnete die Polizeibehörde Interpol 2020 weltweit 850.000 beschlagnahmte Kunstgegenstände, mehr als die Hälfte davon in Europa. Zur Begründung ihrer Pläne schreibt die EU-Kommission, Schwarzhandel füge dem Kulturerbe bleibenden Schaden zu, zerstöre Teile des kollektiven Gedächtnisses und raube der Menschheit Zeugnisse ihrer Geschichte. Als Mittel zur Aufdeckung und Prävention illegalen Kunsthandels verwies die Kommission auf EU-Handelsgesetze, aber auch das neue Gesetz über digitale Dienste, das Online-Marktplätze zum Vorgehen gegen unerlaubte Angebote verpflichtet. Ein Schlüsselelement sollen die rechtlichen Vorkehrungen gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung sein.