Seit 18:00 Uhr Nachrichten
Sonntag, 17.01.2021
 
Seit 18:00 Uhr Nachrichten

Studio 9 | Beitrag vom 30.06.2015

Etikette bei HitzeDarf Sonne den Dresscode aufweichen?

Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

Podcast abonnieren
Menschen in Businesskleidung liegen auf dem Rücken, als würden sie durchs Büro tanzen (imago / Westend61)
Menschen in Businesskleidung liegen auf dem Rücken, als würden sie durchs Büro tanzen (imago / Westend61)

Ärmellose Shirts und Kleidchen mit Spaghettiträgern statt Krawatte und Kostüm: In Großbritannien haben die Gewerkschaften die Unternehmen dazu aufgeforderte, wegen der Sommerhitze den Dresscode am Arbeitsplatz zu lockern.

"Immer wenn es um Berufe geht, wo Seriosität das oberste Gebot ist, weiß man aus verschiedenen Untersuchungen, dass die Menschen sehr kritisch darauf reagieren, wenn die Leute zu offenherzig oder zu nachlässig, zu wild-kreativ angezogen sind", sagt die Etikette-Expertin Nandine Meyden im Interview. In einer Bank würden die Kunden etwa einen Banker bevorzugen, der entsprechend gekleidet ist. 

Bei Bekleidung der Mitarbeiter ginge es immer auch darum, das Unternehmen nach außen zu repräsentieren - es sei keine reine Privatsache. Bei 40 Grad im Büro müssen die Parteien miteinander reden. "Eine gute Mittellösung muss man gemeinsam vereinbaren: Unternehmensleitung, Mitarbeiter und vielleicht auch die Gewerkschaften", schlägt Meyden vor.  

Bei der kurzen Hose für Männer scheiden sich die Geister. Nur beim Bademeister sei eine kurze Hose im Job angebracht, meint die Etikette-Beraterin.  

Als Spezialistin für moderne Umgangsformen bietet Meyden Seminare, Coachings, Vorträge und Beratung rund um die Bereiche Business-Etikette und interkulturelle Fettnäpfchen an. 

Interview

weitere Beiträge

Frühkritik

Tim MacGabhann: "Der erste Tote"Verstümmelte Wahrheit
Coverabbildung des Buches Tim MacGabhann: "Der erste Tote" (Deutschlandradio / Cover: Suhrkamp)

In Tim MacGabhanns Thriller "Der erste Tote" gerät ein irischer Journalist in Mexiko zwischen die Fronten des Drogenkriegs. Er muss erkennen, dass er der blutigen Wirklichkeit in dem Land mit einer Reportage nicht näher kommen kann.Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur