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Freitag, 29.05.2020
 
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Wortwechsel | Beitrag vom 10.01.2020

Eskalation programmiert Droht ein neuer Krieg am Golf?

Moderation: Annette Riedel

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Iranische Frauen trauern um General Soleimani, der vom amerikanischen Militär getötet worden ist. (SOPA Images/ZUMA Wire/Babak Jeddi)
Iranische Frauen trauern um General Soleimani, der vom amerikanischen Militär getötet worden ist. (SOPA Images/ZUMA Wire/Babak Jeddi)

Seit einer Woche halten die USA und der Iran die Welt in Atem. Ist die gezielte Tötung des iranischen Generals Soleimani die befürchtete Lunte im Dauerkonflikt beider Staaten? Wie kann die Spirale von Gewalt und Vergeltung durchbrochen werden?

Es ist eine Geschichte von Erzfeinden, die die USA und den Iran seit Jahrzehnten verbindet – geprägt von Gegnerschaft, Gewalt und gegenseitigem Misstrauen. Die Tötung des Generals Quassem Soleimani und die iranischen Vergeltungsangriffe auf Militärbasen im Irak markieren einen neuen Höhepunkt. Noch ist nicht klar, ob die Zeichen auf Zuspitzung oder Deeskalation stehen.

Die Atomfrage

Die Welt schaut mit Sorge in die Golfregion. Nachdem Donald Trump 2018 das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt hat, will dieser nun auch aussteigen. Gleichzeitig drängt der US-Präsident die Europäer, ihrerseits nicht länger an dem "sehr schlechten" Vertrag festzuhalten. Rückt damit eine Atombewaffnung der Islamischen Republik näher? Ist ein umfassender, neuer Deal, wie Trump ihn fordert, mit Iran wahrscheinlicher geworden? Was bedeutet das erneute Kräftemessen für die geostrategische Lage in dieser brisanten Region? Was kann die EU zur Schlichtung beitragen? Droht ein neuer Krieg am Golf?

Darüber diskutieren:
Prof. Dr. Katajun Amirpur, Islamwissenschaftlerin
Bernd Erbel, Botschafter a.D. im Irak und im Iran
Jan Techau, Leiter des Europaprogramms des German Marshall Fund
 

Wortwechsel

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