"Es war eine gute Amtszeit"
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat eine positive Bilanz der Amtszeit von Kulturstaatsministerin Christina Weiss gezogen. Weiss habe vieles auf den Weg gebracht, um die Kultur zu schützen, erklärte Zimmermann im Deutschlandradio Kultur.
Deutschlandradio Kultur: Wie bewerten Sie die Leistungen von Christina Weiß als Kulturstaatsministerin?
Olaf Zimmermann: Also, ich glaube, es war eine gute Amtszeit gewesen. Sie hat wirklich sehr vieles auf den Weg gebracht, besonders wenn es darum ging, die Kultur zu schützen. Ich will noch einmal daran erinnern, wie sie es mit Bravour geschafft hat, die Kultur gegen das damalig aufgekommene Koch/Steinbrück-Papier in Schutz zu nehmen. Damals hat ja Herr Koch, der Ministerpräsident von Hessen, und Herr Steinbrück, der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und zukünftige, das ist vielleicht ganz wichtig, Bundesfinanzminister ja gefordert, dass auch die Kultur unter den Subventionsbegriff fällt und deshalb eingespart werden könnte. Da hat sie sich massiv gegen gewehrt und sich auch durchgesetzt, aber Frau Weiß hat selbst ja auch sehr deutlich gemacht, dass ihr Amt begrenzt gewesen ist, dass sie viele Sachen, die sie gerne gemacht hätte, die auch glaub' ich notwendig gewesen wäre, hat nicht durchsetzen können, weil die Struktur ihres Amtes das nicht zugelassen hat.
Deutschlandradio Kultur: Haben Sie eine Vorstellung, oder vielleicht wissen Sie es ja sogar, wer die oder der neue Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt werden könnte?
Olaf Zimmermann:Nein, ich weiß es nicht. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob denn Frau Merkel es denn schon weiß, weil es ja noch heftige Debatten darum gibt, welche Bedeutung denn dieses Amt dann im Bundeskanzleramt haben sollte. Die Grundentscheidung ist gefallen. Es wird kein eigenes Ministerium geben. Ich bedauere das sehr, weil ich glaube, es wäre notwendig gewesen, aber nun gut, nun ist es so. Aber jetzt kommt es darauf, zumindestens bei diesem Amt im Bundeskanzleramt so eine Struktur zu schaffen, damit die zukünftige Kulturstaatsministerin oder der zuküntige Kulturstaatsminister nicht genauso enttäuscht ein Resumée ziehen muss, wie Christina Weiß das gemacht hat, aber auch ihre beiden Vorgänger Julian Nida-Rühmelin und Michael Naumann es gemacht haben, weil die Strukturen noch nicht ausreichend sind.
Das vollständige Gespräch mit Olaf Zimmermann finden Sie als Audio in der rechten Spalte.
Olaf Zimmermann: Also, ich glaube, es war eine gute Amtszeit gewesen. Sie hat wirklich sehr vieles auf den Weg gebracht, besonders wenn es darum ging, die Kultur zu schützen. Ich will noch einmal daran erinnern, wie sie es mit Bravour geschafft hat, die Kultur gegen das damalig aufgekommene Koch/Steinbrück-Papier in Schutz zu nehmen. Damals hat ja Herr Koch, der Ministerpräsident von Hessen, und Herr Steinbrück, der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und zukünftige, das ist vielleicht ganz wichtig, Bundesfinanzminister ja gefordert, dass auch die Kultur unter den Subventionsbegriff fällt und deshalb eingespart werden könnte. Da hat sie sich massiv gegen gewehrt und sich auch durchgesetzt, aber Frau Weiß hat selbst ja auch sehr deutlich gemacht, dass ihr Amt begrenzt gewesen ist, dass sie viele Sachen, die sie gerne gemacht hätte, die auch glaub' ich notwendig gewesen wäre, hat nicht durchsetzen können, weil die Struktur ihres Amtes das nicht zugelassen hat.
Deutschlandradio Kultur: Haben Sie eine Vorstellung, oder vielleicht wissen Sie es ja sogar, wer die oder der neue Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt werden könnte?
Olaf Zimmermann:Nein, ich weiß es nicht. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob denn Frau Merkel es denn schon weiß, weil es ja noch heftige Debatten darum gibt, welche Bedeutung denn dieses Amt dann im Bundeskanzleramt haben sollte. Die Grundentscheidung ist gefallen. Es wird kein eigenes Ministerium geben. Ich bedauere das sehr, weil ich glaube, es wäre notwendig gewesen, aber nun gut, nun ist es so. Aber jetzt kommt es darauf, zumindestens bei diesem Amt im Bundeskanzleramt so eine Struktur zu schaffen, damit die zukünftige Kulturstaatsministerin oder der zuküntige Kulturstaatsminister nicht genauso enttäuscht ein Resumée ziehen muss, wie Christina Weiß das gemacht hat, aber auch ihre beiden Vorgänger Julian Nida-Rühmelin und Michael Naumann es gemacht haben, weil die Strukturen noch nicht ausreichend sind.
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