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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 27.10.2017

Es mangelt an allemNotstand in der Pflege, das verdrängte Problem

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Rentner fährt mit seinem Rollstuhl über einen Flur in einem AWO Seniorenzentrum. (dpa-Zentralbild / Jens Wolf)
Rentner fährt mit seinem Rollstuhl über einen Flur in einem AWO Seniorenzentrum. (dpa-Zentralbild / Jens Wolf)

Die Verhältnisse in der Pflege sind zum Teil katastrophal, darauf machen Betroffene und Verbände seit Jahren aufmerksam. Trotz einer Reform wird davon ausgegangen, dass bis 2030 300.000 Pflegekräfte fehlen könnten. Wie lässt sich der eklatante Mangel beheben?

Die Verhältnisse in der Pflege alter und kranker Menschen sind zum Teil katastrophal, darauf machen Betroffene und Verbände seit Jahren aufmerksam. Es fehlt an Personal und Nachwuchs. Engagierte Fachkräfte in der Pflege sind am Rande ihrer Leistungsfähigkeit, unterbezahlt und gesellschaftlich zu wenig anerkannt. Die Folgen: an Körperverletzung grenzende Unterversorgung von Pflegebedürftigen. Zwar hat es eine Reform gegeben, die mehr Mittel für die Pflege vorsieht. Dennoch wird das Problem größer: 2030 könnten 300.000 Pflegekräfte fehlen.

Fehlt es nur am Geld?

Wie lässt sich der eklatante Mangel beheben? Ist Geld das einzige, was fehlt? Wie muss eine Reform aussehen, die dafür sorgt, dass Pflegeberufe wieder attraktiv werden? Welche Teilzeit-Modelle sind denkbar, die es Menschen ermöglichen, ihre Angehörigen zu Hause zu versorgen und dennoch im Beruf nicht zurückzustehen? Wie gelingt es, gesellschaftliche Anerkennung zu schaffen für das Pflegen Alter und Kranker?

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel:

- Hilde Mattheis, SPD-Gesundheitspolitikerin und Pflege-Expertin

- Claus Fussek, Buchautor und Pflege-Aktivist

- Franz Wagner, Vorsitzender des Deutschen Pflegerates

- Erwin Rüddel, Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Bundesfachausschusses "Gesundheit und Pflege" der CDU

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