"Es gibt keinen israelischen Humor, aber ich lebe davon"

Der Schriftsteller Ephraim Kishon antwortete 1979 auf die Fragen von Berliner Schülern. © AP
Vorgestellt von Martin Hartwig · 23.10.2011
"Ich bin Humorist. Ein Satiriker ist wichtiger als ein Humorist, aber ein Satiriker muss gestorben sein. Die Zeit arbeitet also für mich!", erklärte Ephraim Kishon, als er nach seiner Berufsbezeichnung gefragt wurde.
Die Schüler, denen er im Rahmen der "RIAS Schulklassengespräche" im April 1979 Rede und Antwort stand, trafen auf einen aufgeräumten und schlagfertigen israelischen Erfolgsschriftsteller, der ihnen eine äußerst unterhaltsame Schulstunde bereitete. Dabei ging es nicht immer um leichte Themen, denn die Schüler befragten den aus Ungarn emigrierten Juden auch zum Holocaust, dem viele Mitglieder von Kishons Familie zum Opfer fielen sowie zum Nahost-Konflikt, schließlich war 14 Tage vor dem Gespräch der israelisch-ägyptische Friedensvertrag abgeschlossen worden.