Erstes Schweizer Holocaust-Mahnmal entsteht in Genf

    Im Hintergrund das Gebäude der UNO in Genf, davor eine Weltkugel-Skulptur und ein filmender Kameramann.
    Das Holocaust-Mahnmal soll in der Nähe des UNO-Sitzes in Genf entstehen. © AFP / FABRICE COFFRINI
    20.03.2023
    Am Standort der Vereinten Nationen in Genf soll das erste Schweizer Mahnmal für die im Holocaust ermordeten Juden entstehen. Das teilte der Repräsentant des Jüdischen Weltkongresses bei den Vereinten Nationen, Leon Saltiel, mit. Demnach haben die Vereinten Nationen, der Kanton und die Stadt Genf bereits zugestimmt.
    In den kommenden Monaten soll ein Wettbewerb zur Gestaltung des Mahnmals ausgelobt werden. Als Standort sei ein weitläufiger Park zwischen dem Palais des Nations und dem Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz vorgesehen. In diesem Park ist gut sichtbar auch ein Denkmal für den Pazifisten und Anwalt der indischen Unabhängigkeit Mohandas Karamchand ("Mahatma") Gandhi aufgestellt. Um den Nachdruck des Anliegens zu betonen, zitierte Saltiel ein Quasi-UN-Sprichwort: Die Vereinten Nationen seien "auf der Asche des Holocaust errichtet". In der Schweiz gibt es bislang keine offiziellen Holocaust-Gedenkstätten.