Ernst von Siemens Musikpreis geht an Jordi Savall

    Der Gambist und Ensembleleiter Jordi Savall mit einer Rebab
    Der Gambist und Ensembleleiter Jordi Savall mit einer Rebab © ®David Ignaszewski
    Der Ernst von Siemens Musikpreis wird gelegentlich als „Nobelpreis der Musik“ bezeichnet, ist mit 250.000 Euro dotiert und ehrt das Lebenswerk von Komponisten, Interpreten oder Musikwissenschaftlern - in diesem Jahr geht er an den Dirigenten, Gamben-Virtuosen und Musikforscher Jordi Savall aus Spanien. Laut Jury hat er sich seit den späten 1960er-Jahren unermüdlich für die Alte Musik eingesetzt. Seine Konzerte und Studioaufnahmen hätten Referenzcharakter. Als Lehrer und Ensembleleiter prägte er demnach Musikerinnen und Musiker über Generationen hinweg. Mit seiner Musik zu dem Historienfilm "Die siebte Saite" wurde er 1991 einem Millionenpublikum bekannt. Um die Ergebnisse seiner Arbeit einem breiteren Publikum zugänglich machen zu können, hatte er 1998 das Label Alia Vox gegründet, das 230 Titel veröffentlicht und mehr als zwei Millionen CDs verkauft hat. Die Förderpreise Komposition, dotiert mit je 35.000 Euro, gehen an die britische Komponistin Bethan Morgan-Williams, Hovik Sardaryan aus Armenien und die australische Komponistin Kitty Xiao. Die Preisverleihung findet am 23. Mai im Prinzregententheater in München statt.