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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 13.04.2014

ErderwärmungJetzt, sonst ist es zu spät!

Weltklimarat ruft zum Handeln auf

Mächtige Wasserdampfsäulen steigen aus dem Braunkohlekraftwerkder Vattenfall AG in Jänschwalde in den Himmel auf (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)
Mächtige Wasserdampfsäulen steigen aus dem Braunkohlekraftwerkder Vattenfall AG in Jänschwalde in den Himmel auf (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Mit einem eindringlichen Appell hat sich der Weltklimarat an die Menschheit gerichtet. Wenn nicht ab sofort die Erderwärmung gestoppt wird, könnten die nächsten Generationen das hart zu spüren bekommen.

Nach Meinung der Wissenschaftler ist das Weltklima aber noch zu retten. Das ist eine der Kernbotschaften im neuesten Bericht des Weltklimarats (IPCC), der in Berlin vorgestellt wurde.

Allerdings sei ein "Weiter so wie bisher!" nicht möglich, betonte Rajendra Pachauri, Vorsitzender des Klimarates, und appellierte: "Der Hochgeschwindigkeitszug zur Verringerung der Treibhausgase muss bald losfahren und die gesamte Weltgemeinschaft muss einsteigen."

Die Wissenschaftler machten unmissverständlich deutlich, wenn die Welt nicht in den nächsten 15 Jahren auf klimafreundliche Energien umsteigt, werde sich das bitter rächen. Die Erderwärmung könnte eines der gravierendsten Probleme kommender Generationen werden.

Nach wie vor gilt der Kohlendioxidausstoß als Haupttreiber für die Erderwärmung. Die Jahre zwischen 2000 und 2010 gelten als Jahrzehnt der Kohle. Nie zuvor wurden für die Energiegewinnung so viel Treibhausgase freigesetzt.

Im Kommentar auf Deutschlandradio Kultur sagte Detlef Reepen: "Wenn sich die Welt aus der Kohlverfeuerung nicht verabschiedet, dann ist das Erdklima nicht mehr zu retten. Die Stromerzeugung aus Kohle hat wesentlich dafür gesorgt, dass die Treibhausgas-Emissionen in den letzten 14 Jahren weltweit drastisch angestiegen sind."

Steigen die Temperaturen um mehr als zwei Grad, gilt die Lage als nicht mehr kontrollierbar. Die Pole schmelzen, das steigende Wasser der Ozeane überflutet Inseln und Küsten. Die erwartete Zunahme von Stürmen und Dürren würde nicht nur Menschenleben kosten, sondern Zusatzkosten durch Schäden würden auch auf die Wirtschaftsbilanzen drücken. jad

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