Seit 13:05 Uhr Länderreport

Montag, 16.12.2019
 
Seit 13:05 Uhr Länderreport

Interview / Archiv | Beitrag vom 23.02.2017

Erdähnliche Planeten entdecktUnsere neuen Nachbarn im All

Tilman Spohn im Gespräch mit Anke Schaefer

Podcast abonnieren
In Zukunft werden noch viel mehr erdähnliche Planeten im Universum entstehen können (NASA)
Forscher haben sieben erdähnliche Planeten - sie sind 40 Lichtjahre von uns entfernt. (NASA)

Sensation im Weltraum: Forscher haben sieben Planeten entdeckt, die der Erde ähnlich sind. Es könnte auf ihnen sogar Leben geben, sagt Tilman Spohn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Nur mit einer Reise dorthin dürfte es etwas schwierig werden.

Sind wir die Einzigen oder gibt es weiteres Leben im All? Eine Frage, die die Menschheit schon immer elektrisiert hat. Alle, die darüber spekulieren, erhalten nun neue Nahrung, denn Forscher haben in unserer kosmischen Nachbarschaft gleich sieben Planeten entdeckt, die unserer Erde ganz ähnlich sind.

Sowohl in der Größe als auch in der Massen ähnelten die Himmelskörper unserem Heimatplaneten, sagt Tilman Spohn, Leiter des Instituts für Planetenforschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Man könne deshalb davon ausgehen, "dass sie im Wesentlichen aus Gestein bestehen".

Der rote Stern, den die sieben Planeten umkreisten, habe allerdings nicht die gleichen Qualitäten wie die Sonne, so Spohn. Er sei 200 mal weniger lichtstark, was in etwa unserem Dämmerlicht entsprechen. "Das mag für manche Lebenwesen durchaus reichen. Zum Beispiel Mikroben kommen unter sehr extremen Bedingungen vor, sie könnten also möglicherweise auch dort existieren."

Ob es auf den Planeten Wasser oder andere Elemente wie man sie von der Erde kenne, gebe, sei unklar. "Aber es ist eine schöne Entdeckung. Und gleich sieben auf einen Streich ist auch etwas Nettes." Etwas besonderes sei auch die relative Nähe zur Erde: "40 Lichtjahre sind in der Tat die Nachbarschaft." Dorthin zu reisen bleibe allerdings unmöglich: Mit den derzeit verfügbaren Raumschiffen würde es "viele, viele tausende von Jahren" dauern.

Interview

Klimakonferenz in MadridKeine Einigung in zentralen Punkten
Greta Thunberg hinter einem leeren Wasserglas bei Ihrem Auftritt auf einem Podium während der Klimakonferenz in Madrid. (picture alliance / nordphoto / Alterphoto / Manu R.B.)

"Recht schwache Beschlüsse und in manchen Bereichen überhaupt keine": DLF-Redakteur Georg Ehring ist enttäuscht von den Ergebnissen der Klimakonferenz in Madrid. Immerhin sei durch die Abschlusserklärung ein völliger Gesichtsverlust vermieden worden.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur