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Fazit / Archiv | Beitrag vom 21.02.2011

Entdecken von Plagiaten ist "hochzufällig"

Hamburger Uni-Präsident sieht nur wenige Fälle pro Jahr

Die Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine öffentliche Debatte ausgelöst. (picture alliance / dpa)
Die Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine öffentliche Debatte ausgelöst. (picture alliance / dpa)

Nach Angaben des Präsidenten der Universität Hamburg, Dieter Lenzen, ist die Anzahl von Abschluss- und Doktorarbeiten, bei denen dem Verfasser das Abschreiben von anderen Autoren nachgewiesen wird, verschwindend gering.

An einer Universität fielen jedes Jahr ein bis zwei Fälle auf, sagte Lenzen: "Das bedeutet (aber) nicht, dass es nicht mehr gibt", die Dunkelziffer könne höher sein. Denn trotz der Kontrolle von vielen Arbeiten durch Computerprogramme sei es immer noch "hochzufällig", wenn ein Plagiat entdeckt werde.

Mit den Programmen könne man zwar bestimmte Wortfolgen überprüfen, und viele Universitäten setzten diese Technik inzwischen sogar schon bei kleinen Seminararbeiten von Studenten ein. Die Programme könnten aber nur so gut sein, wie die entsprechenden Texte zum Vergleich von Passagen auch im Internet vorhanden seien. "Nicht alle Texte, die in den letzten 2000 Jahren verfasst worden sind, befinden sich im Netz", so Lenzen.

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