Einladung Russlands zur Biennale in Venedig stößt auf Kritik

    Der Russische Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig
    Der Russische Pavillon auf der Biennale soll 2026 wieder öffnen. © IMAGO/Manfred Segerer
    Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 ist Russland wieder zur Kunstausstellung Biennale in Venedig eingeladen worden. Vertreter der ukrainischen sowie der italienischen Regierung reagierten mit Unverständnis. Der ukrainische Außenminister Sybiha und Kulturministerin Bereschna riefen die Veranstalter in einer Erklärung dazu auf, "ihre inakzeptable Entscheidung zu überdenken". Russland nutze die Kultur offen als Instrument der politischen Einflussnahme. Das Kulturministerium in Rom erklärte, die Entscheidung der Veranstalter sei "vollkommen eigenständig von der Biennale-Stiftung getroffen worden, trotz des Widerstands der italienischen Regierung". Die Kunstbiennale in Venedig verteidigte indes ihre Entscheidung. Man wolle eine Art kulturelle Waffenruhe in einer von Konflikten geprägten Welt ermöglichen, sagte Präsident Buttafuco. In der Tageszeitung "La Repubblica" sprach er von einer "Diplomatie der Schönheit", die der besonderen Geschichte Venedigs entspreche. Die Biennale in Venedig findet seit 1895 statt. In diesem Jahr läuft sie vom 9. Mai bis zum 22. November.