Einem der größten Kinos Deutschlands droht der Abriss

    Der Schauspieler Tom Schilling posiert bei der Premiere von "Woodwalkers 2" im Mathäser Filmpalast mit den beiden Schauspielerinnen Lara Amelie Rosa (l) und Olivia Sinclair.
    Als Premierenkino zieht der "Mathäser Filmpalast" auch Prominente an - wie hier Tom Schilling, Lara Amelie Rosa (l.) und Olivia Sinclair aus "Woodwalker 2" © picture alliance / dpa / Angelika Warmuth
    Es ist eines der größten Kinos in Deutschland überhaupt - doch dem Mathäser-Filmpalast München droht der Abriss. Das Kino am Stachus mit 14 Sälen und knapp 4.000 Sitzplätzen gehört der Immobilien-Tochter des Schweizer Konzerns Zurich Versicherung. Und die überlegt, auf dem Grundstück ein neues Quartier mit Büros, Wohnungen und Geschäften zu bauen. Ein Kino könnte zwar eingeplant werden, allerdings ein deutlich kleineres. Bisher liegt lediglich eine Vorstufe zur Baugenehmigung vor, aber laut "Süddeutscher Zeitung" ist die Sorge groß: Das Leitungsduo vom Filmfest München etwa sieht die Pläne als Beweis dafür, dass Kinos aus dem Stadtzentrum verdrängt werden. Politik, Film- und Kinowirtschaft müssten im Schulterschluss agieren, sonst könnte die Kinometrolopole München den Anschluss an Berlin oder Hamburg verlieren. Bayerns Ministerpräsident Söder fände einen Abriss schade, denn: "Kinokultur gehört zu unserem Land dazu". Der aktuelle Betreiber Kinobetreiber ist zuversichtlich: Man wolle die "außergewöhnliche Erfolgsgeschichte" des Mathäser Filmpalast fortschreiben - und zwar mindestens bis 2033.