Eine Woche nach Berlin-Anschlag: 300.000 Menschen bei CSD-Demo in Hamburg, Bootsparade in Amsterdam

In Hamburg haben sich rund 300.000 Menschen an der Demonstration zum Christopher Street Day beteiligt. Das teilten die Polizei und die Veranstalter mit. Unter dem Motto "Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!" zog die Parade mit 60 Lastwagen vom Stadtteil St. Georg in Richtung Innenstadt.Auch mehrere Politiker beteiligten sich, darunter der SPD-Bundestagsfraktions-Vorsitzende Miersch und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Fegebank von den Grünen. Eine Woche nach dem tödlichen Anschlag auf den CSD in Berlin hatte die Hamburger Polizei ihr Sicherheitskonzept überarbeitet. Es waren doppelt so viele Beamte wie im vergangenen Jahr im Einsatz. Mit einer Schweigeminute wurde an die Opfer von Berlin erinnert. Auch zum Auftakt des CSD in Bonn wurde eine Schweigeminute abgehalten. Veranstaltungen gab es unter anderem auch in Naumburg und in anderen europäischen Städten wie Amsterdam oder Brighton. In Amsterdam feierten Hunderttausende Menschen die Bootsparade durch die Grachten der Stadt. Dort patrouillierten auch Polizeiboote, während ein Hubschrauber über der Innenstadt kreiste. Die Bootsparade bildet den traditionellen Höhepunkt des Festivals. In diesem Jahr nahmen Wasserfahrzeuge der niederländischen Ministerien, des Militärs und der Polizei sowie von LGBTQ+-Organisationen und -Vereinen teil. Das Festival fällt mit einer World-Pride-Feier zusammen, die ebenfalls in der niederländischen Hauptstadt stattfindet.