"Eine Insel namens Udo"
Kaufhausdetektiv Udo alias Kurt Krömer ist für alle unsichtbar. Man bemerkt ihn nicht, und man sieht ihn nicht - bis er sich verliebt.
Regie: Markus Sehr; Darsteller: Kurt Krömer, Fritzi Haberlandt, Bernd Moss, Kari Ketonen, Maja Beckmann, Jan-Gregor Kremp, Johanna Gastdorf, Rolf Berg, Markus Klauk, Petra Nadolny, Anna Hilgedieck; Länge: 80 Minuten
Kurt Krömer ist für Comedy-Fans zumindest im Raum Berlin-Brandenburg eine Kultfigur. Sein sehr direkter, mit Unschuldsmiene auf Provokation angelegter Humor ist sicher nicht jedermanns Sache, um so neugieriger darf man auf sein Kinodebüt sein, denn hier hat er sich selbst in der Hauptrolle in eine Geschichte ein - und Mitspielern zumindest beizuordnen. Dass er das kann und auch äußerlich total verwandelt aus seiner Comedyfigur herausschlüpft zeigt er in dieser Komödie.
Auch wenn Udo dem Krömer anverwandt ein sehr skurriler Held ist, übertreibt es der Film damit nicht. Als stinknormal aussehender Kaufhausdedektiv hat der Mann, der für alle unsichtbar ist, beste Voraussetzungen. Man bemerkt ihn nicht, ja, man sieht ihn gar nicht und so kann er selbst bestens beobachten.
Nur zwei Kollegen nehmen auf vertrackte Weise überhaupt Notiz von ihm – die Parfümverkäuferin Amanda, als Transvestit ebenso ein Außenseiter wie Udo und der finnische Gernegroß Sallinen (Kari Ketonen). Während Amanda seine Vertraute ist und dafür mit täglichen Kaffee- und Kuchenrationen belohnt wird, steht Sallinen in harter Konkurrenz zu ihm.
Doch erst als eines Tages das Wunder geschieht, eine Kundin Udo wirklich sieht und sich über seinen Kuchenklau empört, kommt die Komödie richtig in Gang. Jasmin ist eine so disziplinierte wie erfolgreiche Hotelmanagerin und wäre die Rolle nicht mit Fritzi Haberlandt besetzt, würde kein Zuschauer diesen Moment der Erkenntnis, der ja für ein spontanes Interesse an dem Manne spricht, glauben.
Das ist aber die Voraussetzung für alles Weitere, auch wenn der Film in den ersten Szenen das Phänomen der Unsichtbarkeit in einem kleinen historischen Abriss in die Welt setzt. Warum auch immer, Jasmin scheint wirklich einen Narren gefressen zu haben an dem komischen Kauz, der im Kaufhaus nicht nur arbeitet, sondern auch wohnt.
Doch jetzt muss er mit Jasmin in die Welt der Restaurants, der Kollegen und Freunde, was dem Film unterhaltsame Situationskomik beschert. Je mehr sich Udo bemüht, normal zu sein, desto öfter geht alles schief. Irgendwann wünschen sich beide, dass Udo besser wieder unsichtbar wäre. So hübsch die Grundidee ist, so sehr bleibt sie auf einen Film gestreckt doch eher eine Aneinanderreihung komischer Sketche, als eine Geschichte vom Anderssein, die bei aller Komik auch wirklich zu Herzen geht.
Dafür reichen ein paar liebenswerte Einfälle und Kurt Krömers doch solides Schauspiel nicht. Das Manko liegt vor allem darin, dass sich Drehbuch und Regie zu sehr auf die Ausstrahlung der Protagonisten verlassen und zu wenig in Fritzi Haberlandts Figur investiert haben. Selbst mit ein paar Verschrobenheiten ausgestattet, fehlt ihr einfach die Substanz, um das Zueinander-Hingezogen-Sein glaubwürdig zu motivieren.
Filmhomepage
Kurt Krömer ist für Comedy-Fans zumindest im Raum Berlin-Brandenburg eine Kultfigur. Sein sehr direkter, mit Unschuldsmiene auf Provokation angelegter Humor ist sicher nicht jedermanns Sache, um so neugieriger darf man auf sein Kinodebüt sein, denn hier hat er sich selbst in der Hauptrolle in eine Geschichte ein - und Mitspielern zumindest beizuordnen. Dass er das kann und auch äußerlich total verwandelt aus seiner Comedyfigur herausschlüpft zeigt er in dieser Komödie.
Auch wenn Udo dem Krömer anverwandt ein sehr skurriler Held ist, übertreibt es der Film damit nicht. Als stinknormal aussehender Kaufhausdedektiv hat der Mann, der für alle unsichtbar ist, beste Voraussetzungen. Man bemerkt ihn nicht, ja, man sieht ihn gar nicht und so kann er selbst bestens beobachten.
Nur zwei Kollegen nehmen auf vertrackte Weise überhaupt Notiz von ihm – die Parfümverkäuferin Amanda, als Transvestit ebenso ein Außenseiter wie Udo und der finnische Gernegroß Sallinen (Kari Ketonen). Während Amanda seine Vertraute ist und dafür mit täglichen Kaffee- und Kuchenrationen belohnt wird, steht Sallinen in harter Konkurrenz zu ihm.
Doch erst als eines Tages das Wunder geschieht, eine Kundin Udo wirklich sieht und sich über seinen Kuchenklau empört, kommt die Komödie richtig in Gang. Jasmin ist eine so disziplinierte wie erfolgreiche Hotelmanagerin und wäre die Rolle nicht mit Fritzi Haberlandt besetzt, würde kein Zuschauer diesen Moment der Erkenntnis, der ja für ein spontanes Interesse an dem Manne spricht, glauben.
Das ist aber die Voraussetzung für alles Weitere, auch wenn der Film in den ersten Szenen das Phänomen der Unsichtbarkeit in einem kleinen historischen Abriss in die Welt setzt. Warum auch immer, Jasmin scheint wirklich einen Narren gefressen zu haben an dem komischen Kauz, der im Kaufhaus nicht nur arbeitet, sondern auch wohnt.
Doch jetzt muss er mit Jasmin in die Welt der Restaurants, der Kollegen und Freunde, was dem Film unterhaltsame Situationskomik beschert. Je mehr sich Udo bemüht, normal zu sein, desto öfter geht alles schief. Irgendwann wünschen sich beide, dass Udo besser wieder unsichtbar wäre. So hübsch die Grundidee ist, so sehr bleibt sie auf einen Film gestreckt doch eher eine Aneinanderreihung komischer Sketche, als eine Geschichte vom Anderssein, die bei aller Komik auch wirklich zu Herzen geht.
Dafür reichen ein paar liebenswerte Einfälle und Kurt Krömers doch solides Schauspiel nicht. Das Manko liegt vor allem darin, dass sich Drehbuch und Regie zu sehr auf die Ausstrahlung der Protagonisten verlassen und zu wenig in Fritzi Haberlandts Figur investiert haben. Selbst mit ein paar Verschrobenheiten ausgestattet, fehlt ihr einfach die Substanz, um das Zueinander-Hingezogen-Sein glaubwürdig zu motivieren.
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