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Konzert / Archiv | Beitrag vom 25.10.2013

Eine fruchtbare Kooperation

Pietro Massa & die Neubrandenburger Philharmonie

Pietro Massa (Privat)
Pietro Massa (Privat)

Neben altbekanntem, liebgewonnenem Repertoire gelangten im 2. Philharmonischen Konzert der Neubrandenburger Philharmonie auch seltener gespielte Werke namhafter Meister zur Aufführung, die den Konzertbesuch zu einem ganz besonderen Erlebnis werden ließen.

Franz Schuberts Fünfte Sinfonie, die so heiter und beschwingt daherkommt, zählt zu den meistgespielten Werken aus dem Orchesterschaffen des Maestros. Bei aller Leuchtkraft und Zuversicht entbehrt die Komposition dennoch nicht der für Schubert typischen wehmütigen Untertöne. B-Dur, die Haupttonart der Sinfonie, wurde seinerzeit als "heitere Liebe, gutes Gewissen, Hoffnung, Hinsehen nach einer besseren Welt" gedeutet, so nachzulesen in der 1806 erschienenen "Ideen zu einer Ästhetik der Tonkunst" von Christian Friedrich Daniel Schubart. Eine durchaus auch auf Schuberts Fünfte Sinfonie zutreffende Charakterisierung!

Die Rhapsodie op. 14 in a-Moll hatte Antonín Dvořák 1874 unter dem Eindruck von Wagner und der Neudeutschen Schule vollendet, mit deren Musik er sich gerade intensiv auseinandersetzte. Ursprünglich war das heroische Werk als Sinfonische Dichtung gedacht. Warum die mitreißende, emotional aufgeladene Rhapsodie im Musikbetrieb ein Geheimtipp blieb, ist eigentlich nicht nachvollziehbar.

Pianist Pietro Massa beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Klavierliteratur aus seiner italienischen Heimat und konnte bereits so manches musikalische Juwel im Konzertsaal sowie auf CD präsentieren. Die Neubrandenburger Philharmonie ließ sich von seiner Entdeckerfreude inspirieren und wurde zum engagierten Kooperationspartner Massas.

Nach den Klavierkonzerten von Ferruccio Busoni, Giuseppe Martucci und Mario Castelnuovo-Tedesco standen nun Ottorino Respighis Werke im Fokus des gemeinsamen Interesses. Im vergangenen Jahr erklang bereits ein frühes Klavierkonzert des Italieners. Die auf dem Programm stehende Toccata für Klavier und Orchester stammt aus Respighis klassizistischen Schaffensphase.



Konzertkirche Neubrandenburg
Aufzeichnung vom 10.10.2013


Antonín Dvořák
Rhapsodie op. 14

Ottorino Respighi
Toccata für Klavier und Orchester

ca. 20:50 Uhr Konzertpause mit Nachrichten

Franz Schubert
Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485


Pietro Massa, Klavier
Neubrandenburger Philharmonie
Leitung: Stefan Malzew

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