Eine Forschungsgrabung zu Erfurts jüdischem Erbe beginnt im August

    Menschen verfolgen das traditionelle Entzünden des ersten Lichts am Chanukka-Leuchter vor dem Erfurter Rathaus. Sie machen Musik. Auf dem Leuchter brennen zwei Lichter.
    Eine Chanukka-Feier in Erfurt © picture alliance / dpa / Marie Frech
    Hinter der Alten Synagoge in Erfurt beginnt am 3. August eine archäologische Erkundungsgrabung zum Unesco-Welterbe der Stadt. Auf einem Parkplatz mit einer knapp 100 Quadratmeter großen Fläche soll erforscht werden, welche Überreste der mittelalterlichen Bebauung im jüdischen Viertel noch im Boden erhalten sind. Das erklärte am Mittwoch Christian Tannhäuser vom Landesamt für archäologische Denkmalpflege in Erfurt. Besondere Aufmerksamkeit gelte dem möglichen Standort des sogenannten Tanzhauses der zweiten jüdischen Gemeinde Erfurts. Dieses Haus ist kein ausschließlich religiöser Ort gewesen, sondern diente auch für Hochzeiten, Familienfeiern und Versammlungen. Die Archäologen hoffen auf Hinweise zur Entstehungszeit und zu späteren Umbauten.