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Konzert / Archiv | Beitrag vom 01.04.2015

Ein Leben am Klavier - Folge 6/6Begegnungen mit dem Pianisten Menahem Pressler

Die späte Karriere als Solist und Kammermusiker

Die Pianisten Menahem Pressler und Frank-Immo Zichner und die Redakteurin Christine Anderson (Bettina Straub/Deutschlandradio)
Die Pianisten Menahem Pressler und Frank-Immo Zichner und die Redakteurin Christine Anderson (Bettina Straub/Deutschlandradio)

Er sei der "älteste Teenager der Welt" - das sagt Sir Simon Rattle über den Pianisten Menahem Pressler. Auf 90 Jahre Leben - zumeist mit dem Klavier - blickt der deutsch-amerikanische Musiker in einer neuen Staffel unserer Reihe "Begegnungen mit musikalischen Zeitzeugen" zurück.

Den „ältesten Teenager der Welt" nannte Sir Simon Rattle den Pianisten Menahem Pressler, als dieser anlässlich der Silvesterkonzerte im Dezember 2014 mit den Berliner Philharmonikern auftrat. Im Alter von 90 Jahren hatte Menahem Pressler sein Debüt bei diesem Orchester absolviert und sich über die sofortige Wiedereinladung gefreut.

Wenige Monate später, im Oktober 2014, war Menahem Pressler an sechs Tagen zu Gast in den Studios von Deutschlandradio Kultur, um aus seinem wechselvollen Leben zu erzählen.

Menahem Pressler wurde 1923 in Magdeburg als Max Pressler geboren. Seine Familie emigrierte zunächst nach Palästina. Nachdem Menahem Pressler überraschend den Debussy-Wettbewerb in San Francisco gewonnen hatte, begann er zunächst eine Karriere als Solist, vor allem in den USA. Im Jahr 1955 ließ er sich in Bloomington nieder und gründete im selben Jahr das Beaux Arts Trio, das in verschiedenen Besetzungen über 50 Jahre, bis 2008, bestanden hat. Dass Menahem Pressler nach den Jahrzehnten mit seinem Klaviertrio eine zweite Karriere als Solist gelingen würde, betrachtet er heute staunend als Geschenk.

In der sechsten und letzten Folge erzählt Menahem Pressler von der Zeit nach der Auflösung seines Trios. Er wird als Solist zum Orchestre de Paris eingeladen und erinnert sich mit großer Freude an die Einladung der Berliner Philharmoniker zu einem späten Debüt. In dem ungarischen Komponisten György Kurtág findet Menahem Pressler noch einmal einen Künstler, der wie er selbst unaufhörlich nach dem Sinn hinter den Noten sucht – und von dem er mit Begeisterung lernt. Auch die Zusammenarbeit mit dem jungen französischen Streichquartett Quatuor Ebène macht ihm besondere Freude.

Gesprächspartner von Menahem Pressler sind der Pianist Frank-Immo Zichner und Christine Anderson.

Homepage von Menahem Pressler

Homepage von Frank-Immo Zichner

 

Die späte Karriere als Solist und Kammermusiker

 

Wolfgang Amadeus Mozart

3. Satz Allegro, aus dem Konzert für Klavier und Orchester Nr. 27  B-Dur, KV 595

Menahem Pressler, Klavier

Orchestre de Paris

Leitung: Paavo Järvi

Aufnahme: Paris 2012

 

Antonín Dvořák

2. Satz "Dumka" Andante con moto, aus dem Klavierquintett Nr. 2  A-Dur  op. 81

Menahem Pressler, Klavier

Quatuor Ebène:

Pierre Colombet, 1. Violine

Gabriel Le Magadure, 2. Violine

Mathieu Herzog, Viola

Raphaël Merlin, Violoncello

Aufnahme: Paris 2013

 

Franz Schubert

1. Satz Molto moderato, aus der Sonate für Klavier B-Dur D 960

Menahem Pressler, Klavier

Aufnahme: 2012

 

Franz Schubert

4. Satz Allegro moderato, aus dem Klaviertrio Nr. 2  Es-Dur  op. 100  D 929

Beaux Arts Trio:

Menahem Pressler, Klavier

Daniel Guilet, Violine,

Bernard Greenhouse, Violoncello

Aufnahme: 1966

 

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