Ein "kuscheliges Gespräch"

Richard David Precht im Gespräch mit dem Hirnforscher Gerald Hüther © picture alliance / dpa / Cristian Pirjol/ZDF
Moderation: Katrin Heise · 03.09.2012
Zehn Jahre lang haben Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski für das ZDF in das "Philosophische Quartett" geladen. Jetzt soll ein neuer Nachdenker ran: "Precht". Bei seinem Einstand konnte Richard David Precht die Erwartungen nicht ganz erfüllen, meint Radiofeuilleton-Kritikern Catherine Newmark.
"Skandal Schule - Macht lernen dumm?", unter diesem provokanten Titel tauschte Richard David Precht sich in der Sendung 45 Minuten lang mit dem Neurobiologen, Hirnforscher und Bildungskritiker Gerald Hüther aus.

Ganz nah sitzen die Beiden beieinander, die Kamera immer groß auf dem Gesicht. Ein von unten beleuchtetes Glastischen verströmt warmes Licht, und im Hintergrund schweben blaue Leuchtkugeln vorbei wie Scheinwerfer auf einer weit entfernten Autobahn.

Die Gesprächspartner seien sich allerdings viel zu sehr einig gewesen, kritisiert die Radiofeuilleton-Kritikern Catherine Newmark. "Es gab absolut keine Diskussion, es war ein einziges kuscheliges Gespräch, wo sich die beiden bestätigt haben in ihren Positionen", so Newmark. Das Ganze sei schon "etwas seltsam" gewesen.

Für die nächste Sendung am 7. Oktober lässt "Precht" ein bisschen mehr Brisanz erwarten: Da hat der Philosoph den Springer-Chef Mathias Döpfner zu Gast, es geht um das Thema "Gefährliche Freiheit".

Das vollständige Gespräch mit Catherine Newmark können Sie mindestens bis zum 03.02.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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