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Plus Eins | Beitrag vom 17.01.2020

Ein höchst sympathischer FälscherKrimineller Betrüger oder Robin Hood?

Moderation: Caro Korneli

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Herr M. (mit altmodischer Fliege), steht auf einer vermutlich historischen Aufnahme vor einer braun-beige gemusterten 70er-Jahre-Tapete. (Lukas Heibges)
Der Dokumentenfälscher Hans aus der Serie "Herr M. - Justizfall eines Fälschers" (Lukas Heibges)

Drei Geschichten und ein Gast: Hans ist Dokumentenfälscher - ein Talent, das ihn reich macht und ihn viel kostet. Martin Keß, Ratgeber in Beziehungsfragen, meint, Eltern sollten sich bei der Erziehung irgendwann auf das Gesetz verlassen. Und David Sieveking macht Filme, die andere Menschen aufregen.

Hans ist ein begabter junger Mann. Er kennt sich mit Finanzen aus, ist sympathisch und hat einen Schlag bei Frauen. Mit seiner ersten Frau zieht er nach Berlin und macht ein Stoffbusiness auf. Als sie sich trennen, lernt er eine neue Frau kennen. Mit ihr entdeckt Hans, wie viel Geld Spielautomaten abwerfen. In jeder Kneipe ist ein Automat angemeldet, ein anderer nicht. Hans erste Schritte in die Illegalität.


Erst nach einer weiteren Trennung und hohen finanziellen Verlusten entdeckt Hans, welches weitere Talent in ihm steckt: er kann Dokumente fälschen. Und zwar so gut, dass sich damit eine ordentliche Stange Geld machen lässt. Hans kann sich aber nicht nur selbst ein angenehmes Leben ermöglichen, er hilft auch anderen Menschen. Er fälscht zum Beispiel Belege über Mietschuldenfreiheit für Mütter mit drei Kindern, die eine Wohnung brauchen. Hans sieht sich selbst als den Retter der Armen und Schwachen im Kampf gegen die Behörden. Aber es gibt Menschen, die da anderer Meinung sind. Und die haben Hans schon längst im Visier.

Außerdem in "Plus Eins" diese Woche: Moderatorin Caro Korneli spricht mit ihrem Gast David Sieveking über dessen Dokumentarfilme, die fast immer Anstoß erregen. Martin Keß, bekannt aus dem Podcast Paardiologie von Spotify, gibt den beiden eine Erziehungsberatung. Seiner Meinung nach sollten Eltern, wenn Kinder zu Jugendlichen werden, nicht mehr versuchen, ihre mangelnde Autorität auszuspielen, sondern auf die in Deutschland geltenden Gesetze vertrauen. Und Moritz Metz hilft einem Freund bei einem Problem, das dieser schon seit Jahren von To-Do-Liste zu To-Do-Liste schleppt.

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