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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.01.2015

Ein Gespräch mit Robert Kudielka"National Gallery" - eine eindrucksvolle Montage der Kunstvermittlung

Moderation: Eckhard Roelcke

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Ein Besucher betrachtet in einer Szene des Kinofilms "National Gallery" ein Gemälde. Die Dokumentation kommt am 01.01.2015 in die deutschen Kinos. (picture alliance / dpa / Kool)
Ein Besucher betrachtet in einer Szene des Kinofilms "National Gallery" ein Gemälde. (picture alliance / dpa / Kool)

Der amerikanische Dokumentarfilmer Frederick Wiseman war im Winter 2012 zwölf Wochen lang in einem der bedeutendsten Museum der Welt, der Londoner "National Gallery". In seinem Film bietet er einen Blick hinter die Kulissen, vor allem aber widmet er sich den Gemälden und den Schwierigkeiten der Kunstvermittlung.

Aus 170 Stunden Material entstand eine kluge und eindrucksvolle Montage über das Museum als Ort der ästhetischen Bildung, so das Urteil des Berliner Kunstwissenschaftlers Robert Kudielka über den Film. Im Deutschlandradio Kultur würdigt Kudielka vor allem, dass Wisemans Film es dem Zuschauer ermöglicht, allein mit dem Museum, allein mit der "National Gallery" zu sein: "Wenn man allein dort ist, einsam mit den Bildern, kommt das ganze Gewicht eigentlich, das rätselhafte Gewicht dieser Anschauung auf einen zu und mehr als drei oder vier Bilder schafft man in dieser Weise dann nicht." Und eben diese Erfahrung als einsamer Betrachter böte dieser Film nun dem Zuschauer. 

"National Gallery"
Regie: Frederick Wiseman; Frankreich, Grossbritannien, USA 2014, Dokumentation, 174 Minuten, 

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