Ein Gericht im Iran verwandelt eine Haftstrafe gegen eine Sängerin in eine Geldstrafe

    Eine iranische Flagge weht im Wind.
    Die iranische Flagge weht im Wind. © picture alliance / Connect Images / LB Studios
    Im Iran hat ein Gericht die vierjährige Haftstrafe gegen eine Sängerin in eine Geldstrafe verwandelt. Zudem muss Hiwa Sefisadeh drei Monate gemeinnützige Arbeit leisten. Das Urteil bezieht sich auf einen Auftritt der Sängerin im Februar vergangenen Jahres in Teheran, den Sicherheitskräfte aufgelöst hatten. Nach massiver Kritik wurde die Sängerin nun vom Tatbestand der "Aufforderung zu Korruption und Prostitution" freigesprochen. Stattdessen wurde sie wegen "Verletzung der öffentlichen Sittlichkeit" verurteilt. Öffentliche Auftritte von Sängerinnen sind im Iran in der Regel nicht erlaubt. Nach Angaben des Künstlerverbands "Haus der Musik" gibt es aber keine religiös-rechtliche Vorschrift, die Frauengesang grundsätzlich verbietet.