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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 23.12.2013

Eben mal die Welt retten!

Warum "Gutmenschen" so verhasst sind

Von Ulrike Köppchen

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Claudia Roth auf dem Sonderparteitag der Grünen in Berlin. (picture alliance / dpa)
Die Zuschreibung als "Gutmensch" ärgert die ehemalige Grünen-Parteivorsitzende Claudia Roth unglaublich. (picture alliance / dpa)

Ob Lichterkette gegen Ausländerhass, Klimaschutz oder Fahrrad-Demo: Sie wollen die Welt besser machen - und werden dafür als "Gutmenschen" abgestempelt. Ihre Kritiker sind einfach nur genervt und wehren sich dagegen, fremde Moralvorstellungen oktroyiert zu bekommen.

Die Deutschen gelten als Weltmeister im Weltverbessern. Dass man sich mit einer solchen Haltung nicht nur Freunde macht, haben gerade die Grünen in  jüngster Zeit erlebt, als sie mit ihrem Veggie-Day im Wahlkampf gründlich Schiffbruch erlitten. Wer sich für "politisch korrekte" Ziele einsetzt, wird schnell als "Gutmensch" abgestempelt, als Tugendterrorist oder moralkeulenschwingender Heuchler.

Doch warum sind Gutmenschen eigentlich so verhasst? Ist Gut-Sein heute einfach peinlich und uncool? Oder hatte letztlich Nietzsche recht, der meinte, es gebe vielleicht keine gefährlichere Ideologie als "diesen Willen um Guten: man zog den widerlichsten Typus, den unfreien Menschen groß, den Mucker"?

Ulrike Köppchen ist dem Phänomen "Gutmenschentum" nachgegangen.

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