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Konzert | Beitrag vom 18.04.2019

Dvořáks "Stabat mater" aus dem Rudolfinum PragTrauer in Schönheit

Moderation: Elisabeth Hahn

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Auf einem Pult liegen die Noten des Werkes (Prager Radio-Sinfonieorchester / Filip Jandourek)
Der Dvořák-Saal im Rudolfinum Prag (Prager Radio-Sinfonieorchester / Filip Jandourek)

Das "Stabat Mater" op. 58 von Antonín Dvořák basiert auf dem mittelalterlichen liturgischen Text des "Stabat Mater dolorosum", das die Trauer der Maria um den gekreuzigten Jesus Christus beschreibt.

Heute präsentieren wir Ihnen ein Konzert aus einem der schönsten Säle Prags, aus dem Dvořák-Saal des Rudolfium. 

Dvořák begann im Jahr 1876 mit den Entwürfen, unterbrach aber die Arbeit, um seine Oper "Wanda", das Klaviertrio in g-Moll op. 26 und das Streichquarttet op. 27 E-Dur zu beenden. 1877 stellte er die Komposition fertig. Das Werk entstandt unter dem Eindruck des Todes seiner drei kleinen Kinder (1875 Josefa, 1877 Ružena und Otakar). 

Die  Uraufführung des "Stabat mater" fand in Prag im Dezember 1880 unter dem Dirigat von Adolf Cech statt. Die erste Aufführung in London im März 1883 war ein überwältigender Erfolg und begründete Dvořáks internationale Karrriere.  

Aufzeichnung des Konzertes vom 1. April 2019 im Rudolfinum Prag 

Antonín Dvořák
"Stabat Mater" für Soli, gemischten Chor und Orchester op. 58

Pavla Vykopalová, Sopran
Denisa Hamarová, Alt
Jaroslav Březina, Tenor
Peter Mikuláš, Bass
Prager Philharmonischer Chor
Prager Radio-Sinfonieorchester
Leitung: Ondrej Lenárd

Die Anfänge des Prager Radio-Sinfonieorchesters reichen bis in das Jahr 1923 zurück. Das Geburtsdatum des ersten 20-köpfigen "Radiojournal-Orchesters" war der 1. Oktober 1926. Die Dramaturgie konzentrierte sich zunächst eher auf leichtere Musik und auf das Unterhaltungsrepertoire. Zu den wichtigen Chefdirigenten seiner Geschichte gehören Karel Ancerl, Alois Klima, Vladimír Válek und Ondrej Lenárd. Chefdirigent seit dieser Spielzeit ist Alexander Liebreich.

Ein Blick auf die Bühne mit groß besetztem Orchester und Chor auf der Bühnenempore. (Prager Radio-Sinfonieorchester / Filip Jandourek)Ein großer Moment im Rudolfinum: das Prager Radio-Sinfonieorchester spielt mit Chor und Solistenbesetzung. (Prager Radio-Sinfonieorchester / Filip Jandourek)

Ondrej Lenárd studierte Dirigieren an der Musikakademie von Bratislava bei Ludovít Rajter. 1964 wurde er Chordirigent am Slowakischen Nationaltheater und 1970 Dirigent des Slowakischen Rundfunk-Sinfonieorchesters. 1978 wurde er ständiger Gastdirigent des Japan Shinsei Symphony Orchestra in Tokyo, das er in den 1990er Jahren als Chefdirigent übernahm. Von 1984 bis 1986 wirkte Lenárd außerdem als Chefdirigent am Slowakischen Nationaltheater in Bratislava; von 1991 bis 2001 schließlich war er Chefdirigent der Slowakischen Philharmonie und von 2011 bis 2018 Chefdirigent des Prager Radio-Sinfonieorchesters. Operndirigate führten Ondrej Lenárd an die Wiener Staatsoper, an die Houston Grand Opera und an das Teatro San Carlo in Neapel. 

Der Dirigent in Abendrobe mit Geste zu den Musikern (Prager Radio-Sinfonieorchester / Filip Jandourek)Ondrej Lenárd dirigiert gern im großen Saal des Rudolfinum (Prager Radio-Sinfonieorchester / Filip Jandourek)

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