Durchsichtige Mauer am Brandenburger Tor in Berlin

    Die rund drei Meter hohe und 30 Meter lange Installation des Künstlers Hubertus Hamm auf dem Platz des 18. März wirkt je nach Perspektive lichtundurchlässig oder transparent.
    Undurchdringlich und durchlässig zugleich: Ein temporärer Mauer-Gedenkort wurde am Brandenburger Tor enthüllt. © picture alliance / epd-bild / Christian Ditsch
    Vor dem Brandenburger Tor in Berlin erinnert eine große Kunstinstallation an den Mauerbau vor 65 Jahren und die jahrzehntelange Teilung der Stadt. Auf der Westseite des Wahrzeichens ähnelt die 30 Meter lange und etwa drei Meter hohe Metallkonstruktion auf den ersten Blick der einstigen Mauer. Je nach Standpunkt können Betrachter aber durchschauen. Die andere Seite ist dann teils klar und teils verschwommen. Möglich macht das eine feine, an Bienenwaben erinnernde Struktur aus Aluminium, wie der Künstler Hubertus Hamm erklärte. Die landeseigene Berliner Kulturprojekte GmbH will mit dem Kunstwerk die Monstrosität der Mauer zeigen und, dass sie die Stadt nicht dauerhaft spalten konnte. Der Bau der Berliner Mauer besiegelte im August 1961 die deutsch-deutsche Teilung. Die SED-Führung wollte so die massenhafte Abwanderung von Menschen in den Westen Berlins und in die Bundesrepublik stoppen. Die rund 155 Kilometer lange Mauer zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre lang, ehe sie am 9. November 1989 im Zuge der friedlichen Revolution in der DDR fiel.