Seit 20:03 Uhr Konzert
Freitag, 18.06.2021
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Fazit / Archiv | Beitrag vom 21.01.2016

"Dump Trump" - Kampagne in den USA"Die Medien haben Trump größer gemacht als sie sollten"

Susan Neiman im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Die US-Philosophin, Autorin und Leiterin des Potsdamer Einsteinforums, Susan Neiman am 27.05.2015 in Köln bei der dritten phil.COLOGNE, dem internationalen Festival der Philosophie (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Die US-Philosophin, Autorin und Leiterin des Potsdamer Einsteinforums, Susan Neiman am 27.05.2015 in Köln bei der dritten phil.COLOGNE, dem internationalen Festival der Philosophie (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Donald Trump nicht mit rassistischen und obskuren Tiraden Aufmerksamkeit erregt. US-Kulturschaffende haben jetzt eine Anti-Trump-Kampagne gestartet, Unterstützerin ist auch die in Potsdam tätige US-Philosophin Susan Neiman. Doch Trump sei nicht das einzige Problem der Republikaner, meint sie.

In den USA haben prominente Künstler und Intellektuelle wie Jane Fonda, Harry Belafonte und Noam Chomsky die Kampagne "Stop Hate – Dump Trump" gestartet: Stoppt den Hass – werft Trump auf den Müll.

Auch die Leiterin des Potsdamer Einsteinforums, die US-Philosophin Susan Neiman, hat sich dem Aufruf angeschlossen. Sie kritisiert, die Medien würden Trumps Hasstiraden zu viel Aufmerksamkeit schenken. "Deshalb haben die Medien ihn größer gemacht als sie ihn hätten machen sollen."

Donald Trump sitzt gestikulierend vor einem blauen Hintergrund mit seinem Namen (picture alliance / dpa / Erik S. Lesser)Ist nach Ansicht der US-Philosophin Susan Neiman bei der Präsidentenwahl chancenlos: US-Milliardär Donald Trump, hier bei einer Wahlkampfveranstaltung (picture alliance / dpa / Erik S. Lesser)

Trump nicht das einzige Problem der Republikaner

Gleichzeitig betont sie, dass Trump keine Chance habe, Präsident zu werden. Er sei so unpopulär, dass selbst ein 74-jähriger Sozialdemokrat wie Bernie Sanders ihn in den Umfragen schlage. "Alle Meinungsumfragen sagen, dass wenn Trump der Kandidat ist, werden die Republikaner verlieren", betont Neiman. "Selbst Fox News kann ihn nicht leiden."

Neiman zufolge ist Trump nicht das einzige Problem der Republikaner. "Die anderen [Kandidaten] sind inhaltlich noch schlimmer als er und auch persönlich schwierig." Das bedeute, dass die Demokraten die Wahlen gewinnen würden.

Mehr zum Thema

US-Präsidentschaft - Sarah Palins schrille Unterstützung für Donald Trump
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 20.01.2016)

US-Vorwahlkampf - Schlagabtausch zwischen Trump und Cruz
(Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 15.01.2016)

Donald Trump im US-Vorwahlkampf - Große Klappe, nichts dahinter
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 02.01.2016)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsCristiano Ronaldo und die Cola-Aktie
Der Fußballer Cristiano Ronaldo hält den hochgestreckten Daumen in die Kamera. (imago / GlobalImagens)

Bei einer EM-Pressekonferenz schiebt Cristiano Ronaldo die Cola beiseite und greift zum Wasser. Wenig später fällt der Kurs der Aktie des Konzerns. Die Feuilletons zweifeln an einem Zusammenhang. Die "taz" fragt sich, ob Ronaldo eigentlich für Pepsi arbeitet.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur